Eine Nacht voller Überraschungen

Waakirchen - Zum fünften Mal verwandelte die Kleinkunstbühne Waakirchen mit ihrer Kulturnacht die Grundschule in ein kulturelles Mekka. Diesmal setzten die Macher auf Überraschungseffekte.

Ob im Foyer, in der Aula, in der so genannten Burg oder in der Werkstatt: Auf allen Etagen des Schulhauses wartete das Unerwartet auf das Publikum. Die rund 250 Besucher waren in vier Gruppen eingeteilt worden und wurden so von Konzertraum zu Konzertraum gelotst.

Die Überraschungen begannen schon mit Sängerin Valerie McCleary. Ihre eher unscheinbare Optik hätte nicht auf eine derar großartige, glamouröse Stimme schließen lassen. Die Irin erinnerte sowohl von der Liedauswahl her, als auch stimmlich an Folksängerin Joan Baez.

Donnernden Applaus erntete auch die 26-jährige Julia Leckner, die zusammen mit Pianist Adrian Suciu Opern- und Operettenlieder zum Besten gab. Ihre bestens ausgebildete Mezzosopranstimme ergänzte die Ex-Waakirchnerin mit einer kabaretthaften Moderation und Gestik. Dass sie es humormäßig faustdick hinter den Ohren hat, bewies sie dabei gleich mehrfach.

Unkonventionell auch der Auftritt des Machado Quartetts. Die Gitarristen klopften, scratchten und kratzten über die Saiten und Körper ihrer Instrumente, ehe ihre Stimmen mal narrativ in Dialog traten, mal vielstimmig miteinander verschmolzen. Wie sie so zwischen italienischen, spanischen, indischen, aber auch modernen, barocken und mittelalterlichen Klängen wechselten, erinnerte das Konzert an eine Reise durch Zeit und Raum.

Fesselnd in ihrem Erzähltalent und ihrer Originalität war die Märchenerzählerin Ursula Weber, die - unterstützt von Stefan Fischer am Keyboard und Alexander Stiegler am Bass - zwielichtige Märchen und schaurig-schöne Romanzen zum Besten gab.

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