Dank an die Rettungskräfte: Stefan Ulmer und Evi Haltmair waren beim Training, als ein Passant den Alarm auslöste. Die Schwimmer wollen sich entschuldigen. Foto: TP

Unfreiwillig Großeinsatz ausgelöst

Fehlalarm - und ein Dankeschön an die Rettungskräfte

Gmund - Stefan Ulmer möchte sich entschuldigen - und bedanken. Der 37-jährige Gmunder und seine zwei Jahre ältere Arbeitskollegin haben am Mittwochabend unfreiwillig einen Großeinsatz von Rettungskräften am Tegernsee ausgelöst

Es sollte eine Trainingseinheit werden: Ulmer und Evi Haltmair trafen sich am frühen Mittwochabend zum Schwimmen am Kaltenbrunner Strandbad. „Das Wetter war alles andere als freundlich, aber in unseren Neoprenanzügen im relativ warmen Wasser konnte uns das nicht abhalten, von Kaltenbrunn nach Seeglas zu schwimmen“, schreibt der Gmunder an unsere Zeitung.

Eine Schwimmstrecke von einem Kilometer wollten sie absolvieren. Da Ulmer aber etwas schneller unterwegs war als seine Kollegin aus Waakirchen, verlor die bald den Anschluss. „Es herrschte hoher Wellengang“, erzählt der 37-Jährige. Deshalb entschied sich Haltmair, nach Kaltenbrunn zurückzuschwimmen. Ihr Trainingspartner bekam davon nichts mit. In Seeglas angekommen, konnte Ulmer die 39-Jährige nirgends entdecken. Er bat den einzigen Passanten weit und breit darum, die Augen nach seiner Kollegin offen zu halten. Ulmer selbst machte sich sofort auf den Rückweg nach Kaltenbrunn. „Auf halber Strecke bemerkte ich, dass mir meine Kollegin vom Bootshafen Kaltenbrunn mit dem Handtuch zuwinkte, sie also längst wieder am Strand war.“

Doch nur wenige Minuten später heulten die Sirenen. In Seeglas rückte in Windeseile ein Großaufgebot an Rettungskräften an: Feuerwehr, Polizei, Wasserwacht, BRK- und DLRG-Kräfte bezogen am Ufer Stellung. Da dämmerte es den Schwimmern: Der Passant auf dem Steg in Seeglas hatte einen Notruf abgesetzt. „Um keine Zeit zu verlieren, stieg ich noch im Neoprenanzug auf mein Rad und fuhr nach Seeglas, um die Retter schnellstmöglich über den Fehlalarm zu informieren“, erzählt der 37-Jährige.

Ulmer und seiner Kollegin ist die Angelegenheit peinlich. Sie möchten sich für den Fehlalarm bei den Rettungskräften entschuldigen und sich zugleich bedanken. „Ich war wirklich beeindruckt, mit welchem Aufwand und in welcher Geschwindigkeit die Rettungsdienste vor Ort waren“, zollt Ulmer seine Anerkennung. Er sei froh zu wissen, dass im wahren Notfall die Helfer so schnell zur Stelle seien.

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