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Flaute im Wiesseer Beach Club

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Mager besucht ist der Beach Club an der Wiesseer Seepromenade. Dass ein paar Sonnenstrahlen das Gelände erhellen, ist in diesem Sommer allerdings auch ein seltens Ereignis. Foto: Thomas Plettenberg
Mager besucht ist der Beach Club an der Wiesseer Seepromenade. Dass ein paar Sonnenstrahlen das Gelände erhellen, ist in diesem Sommer allerdings auch ein seltens Ereignis. Foto: Thomas Plettenberg

Bad Wiessee - Der miese Sommer hat dem Beach Club Bad Wiessee bisher keine Chance gegeben. Noch ist nicht entschieden, ob er in der nächsten Saison weitergeführt wird.

"Ich hätte mir einen größeren Erfolg gewünscht", räumt Julian Siebach offen ein. Der Event-Manager, Chef eines Unternehmens, das auch die Wandelhalle vermarktet, hatte Ende April jede Menge Sand auf das ehemalige Spielbankgelände kippen lassen und einen Beach Club eröffnet.

Das Ambiente ist minimalistisch: ein schwarzer Metallcontainer als Domizil, ein schlichter Holzzaun zur Begrenzung, ein paar Sitzgelegenheiten. Bei leiser Musik gibt’s Getränke und Snacks. Dies sei freilich nicht der Stil des Oberlands, so Siebach: „Der Beach Club könnte so auch in Hamburg stehen, aber das war ja auch unsere Absicht.“

In Hamburg und Berlin brummt das Geschäft in ähnlich ausgestatteten Clubs, in Bad Wiessee herrscht Flaute. „Unser größtes Problem ist das Wetter“, meint Siebach. Tatsächlich gab’s bis jetzt nur selten Sommertage, die zum Verweilen am See eingeladen hätten. Ob der Club bei Dauerhitze zum In-Treff geworden wäre, kann niemand sagen. Kritik an der Gestaltung hört Siebach jedenfalls oft. "Den Leuten sind die Container zu schwarz, und es gibt zu wenig Pflanzen", weiß Siebach. Oft hört er: „Die Idee ist gut, aber schlecht umgesetzt.“

Die Idee war so einfach wie charmant. Der Club sollte dem ehemaligen Spielbank-Gelände, einer bis dahin kahlen Fläche neben dem leer stehenden Hotel Lederer, Leben einhauchen. So lange, bis an dieser Stelle die neue Hotelanlage entsteht, von der die Gemeinde schon lange träumt. Der Club-Container war als so genannter fliegender Bau schnell aufgestellt und kann genauso schnell wieder abgebaut werden.

Ob Siebach seinen Beach Club in der nächsten Saison noch einmal eröffnen will, hat er noch nicht entschieden. Zunächst wolle er mit der Gemeinde reden, meint Siebach.

"Auf jeden Fall müsste man optisch nachbessern", erklärt Michael Herrmann, Geschäftsführer im Rathaus. Die Grundidee sei sicher gut, das Konzept aber überarbeitungsfähig.

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