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Freiwilliges Soziales Jahr an der Rottacher Volksschule

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Die Zweitklässler unterstützt Franziska Jacobi bei der Arbeit in kleinen Gruppen. Foto: Thomas Plettenberg
Die Zweitklässler unterstützt Franziska Jacobi bei der Arbeit in kleinen Gruppen. Foto: Thomas Plettenberg

Rottach-Egern - Franziska Jacobi (19) hat im Freiwilligen Sozialen Jahr ihren Berufswunsch gefestigt. Ihre Arbeit entlastet die Lehrerschaft an der Rottacher Volksschule sehr.

Franziska Jacobi ist begehrt bei den Kindern, auch wenn sie einen ganzen Stapel Übungsaufgaben mitbringt. Weil sie Geduld hat und den richtigen Ton trifft, und weil mit ihrer Unterstützung gelingt, was zuvor einfach nicht klappen wollte. "Ein pädagogisches Naturtalent", lobt Lehrerin Juliane Bodenstein. Sie ist Klassleiterin der 2 a an der Rottacher Volksschule, 26 Zweitklässler lernen bei ihr Lesen, Schreiben, Rechnen und noch viel mehr.

"Eine sehr große Klasse", sagt Bodenstein. Dass Jacobi, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Rottacher Schule macht, zweimal die Woche zur Unterstützung ins Klassenzimmer kommt, hilft der Lehrerin sehr. "Die Kinder lieben sie heiß und innig. Aber sie haben auch Respekt vor ihr."

Die so Gelobte lächelt etwas verlegen. Aber die 19-Jährige ist sich auch sicher, dass sie ihren Weg gefunden hat. "Das ist genau die Arbeit, die ich machen möchte." Das FSJ habe sie in ihrem Berufswunsch sehr bestärkt. Im Herbst wird die Miesbacherin ein Studium beginnen. Fachrichtung: Soziale Arbeit.

Der Arbeitstag der FSJ’lerin an der Rottacher Volksschule beginnt um 7.30 Uhr. Meist mit Telefondienst und Verwaltungsarbeiten, als Unterstützung der Schulsekretärin. Dann geht es nach einem festen Wochenplan in die Klassenzimmer oder zum Schwimmunterricht, auch zur Nachmittagsbetreuung oder in den so genannten Trainingsraum.

Letzterer ist für Schüler da, die Einsicht üben müssen. Heißt: Sie haben den Unterricht gestört und müssen deshalb ihre Klasse erstmal verlassen. Mit Jugendlichen zu arbeiten, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen zu helfen, manches Problem zu lösen, macht der 19-Jährigen viel Freude. Ebenso sehr wie die Arbeit mit den Kleinen, den ABC-Schützen. "Ich mag es, dass die Arbeit hier so breit gefächert ist."

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