Funkmast trotz Bürgerprotest

Waakirchen - Ein Bahnfunk-Mast am Brunnenweg sorgt in Waakirchen für helle Aufregung: In einem Schreiben werfen 13 Bürger der Gemeinde "leichtfertige Gesundheitsgefährdung der Bürger" vor.

Die Forderung der Bürger ist eindeutig: Sie wollen, dass der Gemeinderat seine Genehmigung für den Funkmasten am Bahnübergang Brunnenweg widerruft. Ein Schreiben, das im Gemeinderat erheblichen Unmut auslöste. Gegen die Stimmen von Monika Marstaller (FWG) und Johann Glonner (CSU) beschloss das Plenum, trotz des Bürgerprotestes an der bisherigen Marschroute festzuhalten.

Bedeutet: Der Masten könnte entweder direkt am Bahnübergang oder - als Alternativlösung - etwas nördlich davon im Wald errichtet werden. In dem Beschluss wurde zudem verankert, dass Belegungen durch andere Funkbetreiber nicht geduldet werden. Beschwerdeführer Georg Obermüller erhält ein entsprechendes Antwortschreiben der Gemeinde. Darin will diese auch den Vorwurf der mangelnden Fürsorge für die Bürger ausdrücklich zurückweisen.

Im Mai dieses Jahres hatte sich der Waakirchner Gemeinderat zunächst in nicht-öffentlicher Sitzung mit dem Thema Bahnfunk-Masten beschäftigt. "Das hätte öffentlich behandelt werden müssen", räumte nun Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) ein. Alle anderen Vorwürfe wies er - auch namens des Gemeinderates - vehement zurück. Die von Marstaller angeregte komplette Ablehnung des Funkmasten kam für ihre Kollegen nicht in Frage.

Balthasar Brandhofer verwahrte sich „aufs Äußerste“ gegen die Unterstellung der Briefschreiber, der Gemeinderat habe leichtfertig Gesundheitsgefahren für die Anwohner und die Arbeitnehmer im Gewerbegebiet in Kauf genommen. Wie Brandhofer wollte auch Günther Jeske (FWG) wissen, wie stark die Funkstrahlung tatsächlich sei. Laut Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur, so Liebl, entsprächen Sendeleistung und Magnetfeld den Vorgaben.

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