Auftakt für den Golfplatz: Kleine Bäumchen sind schon mal gepflanzt auf den Wiesen westlich von Piesenkam. Hier soll der neue Golfplatz entstehen. foto: tp

Golfplatz Piesenkam: Endlich bereit für den Startschuss?

Piesenkam - Mancher nennt das Projekt Golfplatz Piesenkam eine Lachnummer. Seit 2001 wird über den Baubeginn gesprochen, passiert ist nichts. In drei Monaten soll nun Baubeginn sein.

„Ich bin freudig überrascht, dass es nun doch endlich losgeht“, meint Landwirt Josef Gast aus Piesenkam. Dabei sind die Pacht-Verhandlungen mit den elf betroffenen Grundeigentümern schon lange in trockenen Tüchern. Die vom Waakirchner Gemeinderat abgesegneten Pläne liegen seit März 2009 in der Schublade. Geplant ist ein 80 Hektar großer, naturnaher Golfplatz mit Starthaus und Büro, ein Golfartikel-Kiosk und Toiletten. Jahr um Jahr wurde der kurz bevorstehende Baubeginn angekündigt. Jetzt haben erste Pflanzarbeiten auf dem Gelände begonnen. Der eigentliche Baubeginn, lässt die KG Golfplatz Tegernsee wissen, werde dann in drei Monaten erfolgen. Als Bauherr des Golfplatzes tritt seit Anbeginn Karl-Heinz Krutz auf.

Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl setzt Vertrauen in den Investor. „Wenn Herr Krutz sagt, das machen wir, dann macht er das auch. Er ist ein Kaufmann“, meint Hartl. Noch vor seiner Wahl zum Bürgermeister hatte der Gärtnermeister das Golfplatz-Projekt angeregt. Schließlich ist er vom Fach: Hartl hat Golf-Betriebsmanagement studiert. Die Investitionskosten für den Platz in Piesenkam schätzt er - den Maschinenpark inbegriffen - auf drei Millionen Euro.

Landwirt Gast hat Verständnis für die lange Verzögerung: „Es war sicher schwierig, so viele Interessen unter einen Hut zu bekommen.“ Schließlich sei auch ein unternehmerisches Risiko dabei. Bei Gast selbst steht der Grundbucheintrag für den langfristigen Pachtvertrag noch aus, bei anderen Vertragspartnern des Investors fließt bereits das Entgelt für die überlassenen Grünflächen: pro Jahr und Hektar etwa 1000 Euro.

„Herr Krutz hat mit der Gemeinde und den Landwirten in Piesenkam fair verhandelt, und nur das zählt“, beteuert Sepp Hartl. Er ist sicher, dass trotz der Konkurrenz durch die Golfplätze am Margarethenhof, in Valley und Bad Wiessee noch Bedarf für einen Platz in Piesenkam besteht: „Wenn der Golfplatz kommt, ist der in kürzester Zeit voll belegt.“

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