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Hilfe für junge Mütter in Marokko

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Zwei junge Mütter mit ihren Neugeborenen, gut aufgehoben in der im Herbst eröffneten Einrichtung AHDDANE. Rechts im Bild die Initiatorin, Madame Mahjouba Edbouche. Sie war im April zu Besuch bei dem Waakirchner Verein. Foto: kn
Zwei junge Mütter mit ihren Neugeborenen, gut aufgehoben in der im Herbst eröffneten Einrichtung AHDDANE. Rechts im Bild die Initiatorin, Madame Mahjouba Edbouche. Sie war im April zu Besuch bei dem Waakirchner Verein. Foto: kn

Waakirchen - Der Waakirchner Verein „Soziale Projekte in Südmarokko (SPS)“ hat mit rund 60 000 Euro Hilfsprojekte in Südmarokko unterstützt.

Es sind gerade die kleinen Einrichtungen in armen Regionen, die häufig durch das Raster fallen und von großen Hilfsorganisationen nicht beachtet werden. Solche Einrichtungen zu fördern, das hat sich der Waakirchner Verein „Soziale Projekte in Südmarokko (SPS)“ auf die Fahnen geschrieben. Mit rund 60 000 Euro hat der vor zehn Jahren gegründete Verein bisher Hilfsprojekte in Südmarokko unterstützt.Die Mitglieder trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthof Schütz in Schaftlach.

„Unsere Kernaufgabe war immer die Suche nach Projekten mit glaubwürdigen Ideen und Personen“, erklärt Vorsitzender Rainer Küppers. Über E-Mail- und Telefon-Kontakte, oft aber auch mit Hilfe direkter Eindrücke vor Ort treffe der Verein seine Auswahl. „Wir gehen mit gesunder Umsicht und Skepsis vor“, versichert der Waakirchner. Das sei man allen Beteiligten schuldig.

So unterstützen die Mitglieder zum Beispiel in der Küstenstadt Agadir eine neue Einrichtung für Familien, denen der Vater fehlt. Jugendlichen auf der Landflucht wird in Taroudant ein Dach überm Kopf geboten, je nach Alter auch eine handwerkliche Ausbildung. Und in einem Dorf im Anti-Atlas förderte SPS die Einrichtung einer kleinen Schule.

Die Betriebskosten des Veeins, so der Vorsitzende, seien in jedem Jahr niedriger gewesen als 250 Euro. „Auch wenn Projekte besucht wurden.“ Die Vorstandsmitglieder kommen für Telefon, Fax, Briefpost sowie für etwaige Reise- und Unterbringungskosten selbst auf. Kassier Stefan Liebl (Sachsenkam) erläuterte bei der Versammlung die wesentlichen Zahlen. Die Berichterstattung des Vorstands fand schließlich die einmütige Zustimmung der Mitglieder - auch der Vorschlag, die Startphase des Projekts in Agadir weiter zu fördern. Hier wird Familien geholfen, die wegen Tod, Krankheit oder aus anderen Gründen ohne Vater auskommen müssen.

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