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Investor will loslegen

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Am Margarethenhof ist der Bau eines Gesundheitszentrums mit Badehaus geplant. Foto: Thomas Plettenberg
Am Margarethenhof ist der Bau eines Gesundheitszentrums mit Badehaus geplant. Foto: Thomas Plettenberg

Waakirchen - Hotelier Christian Harisch (45) will anpacken. Im Herbst sollen die ersten Bagger auf dem Steinberg Erde umschaufeln - Vorarbeiten für Lansmed.

Das Projekt Lansmed hat glühende Befürworter, aber auch flammende Gegner. Die Zeit drängt. Eine Verzögerung, sagt der Investor, könne er sich nicht leisten.

Der Lanserhof bei Innsbruck ist in die Jahre gekommen. Darum wird Harisch das noble Gesundheitszentrum 2013 ein halbes Jahr lang dicht machen, zur Rundum-Erneuerung. Unterdessen soll die betuchte Kundschaft auf dem Steinberg neue Kräfte tanken. Bedeutet: Bis dahin müssen das neue Gesundheitszentrum mit etwa 80 Betten und das Badehaus beim Golfplatz Margarethenhof stehen. Ansonsten hätte Harisch kein Alternativ-Angebot für seine Lanserhof-Gäste. „Dann kommt mich die Schließung zu teuer“, sagt der Hotelier.

Seinem straffen Zeitplan stehen ein aufwändiges Genehmigungsverfahren und viele Bedenken gegenüber. Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz sorgt sich um Erdkröten und Teichfrösche, im Gmunder Ortsteil Steinberg fürchten Anlieger eine Belastung durch den Verkehr, der Kammerloher Bernhard Bendel hatte schon bei einer Info-Veranstaltung im Juni ein Bürgerbegehren angekündigt: Der Bau sei zu massiv.

Immer wieder bekommt Harisch zu hören, er stelle einen Glaspalast in das Idyll. „Aber wir bauen mit Holz und Stein, passend zum Steinberg“, betont er. Natur und Gesundheit, das seien die Themen von Lansmed. Und die Planung setze dies um: „Wenn ich so nicht bauen kann, dann weiß ich wirklich nicht, wie sonst.“

Damit Lansmed entstehen kann, muss das Gebiet erst offiziell aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden. Das komplizierte Genehmigungsverfahren läuft. Da geht es um Naturschutz, Abwasserentsorgung und einiges mehr. „Wir sind gut dabei“, sagt Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl. Voraussichtlich am 11. Oktober werde der Gemeinderat über den Satzungsbeschluss beraten. Lansmed sei sehr wichtig für die gesamte Region, betont Hartl. Und er wisse, dass Harisch im Herbst anfangen wolle. „Aber unter Druck setzen lassen wir uns nicht.“

Der Tiroler Hotelier hofft, mit Information zu überzeugen. „Ich höre viele Gerüchte“, seufzt Harisch. Nur um einige klarzustellen: Er habe nie vorgehabt, den Baustellenverkehr über Gmund abzuwickeln, er wolle keinen Quadratmeter verkaufen, am Wochenende werde nicht gearbeitet, der Aushub bleibe auf dem Steinberg.

Harisch wünscht sich, dass die Behörden ihm bald das Signal zum Start geben, dass kein Bürgerentscheid alles stoppt. Im Herbst sollen die Frösche umziehen, im Frühjahr die Hochbauten beginnen. „Ich verspreche, dass wir sofort anfangen, wenn die Genehmigung da ist.“

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