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Am Lanserhof auf dem Steinberg wird mit Volldampf gearbeitet. Ein Probebetrieb im Dezember ist nicht möglich. Aber der Eröffnungstermin steht: 2. Januar 2014.

Lanserhof: Der Endspurt hat begonnen

Marienstein - Noch präsentiert sich der Lanserhof auf dem Steinberg als Großbaustelle. Doch schon am 2. Januar sollen die ersten Gäste ihre Zimmer im noblen Gesundheitshotel beziehen. Ein ehrgeiziges Ziel. „Aber wir schaffen das“, sagt der Tiroler Investor Christian Harisch.

Eigentlich sollte es im Dezember einen Probebetrieb mit geladenen Gästen geben. „Das kriegen wir nicht hin“, räumt Harisch ein. Das Wetter und andere Widrigkeiten haben die Bauarbeiten für das 50 Millionen Euro schwere Projekt verzögert, in der Endphase geht’s heiß her. „Aber am 2. Jänner sperren wir auf“, sagt der Tiroler. Um das zu schaffen, gönnt er seinem Team und sich keine Pause. Aber eine große Weihnachtsfeier: Am 13. und 14. Dezember lädt Unternehmer Harisch die Mitarbeiter all seiner Betriebe nach Marienstein ein. Knapp 400 werden kommen, um im Margarethenhof zu feiern und sich den Neubau anzusehen.

Der heißt übrigens Lanserhof Tegernsee – auch wenn er ein gutes Stück vom See entfernt in der Gemeinde Waakirchen liegt. Die Feier, sagt Harisch, sei ein Bekenntnis zum neuen Standort: „Das hier am Tegernsee ist jetzt unser wichtigster Betrieb.“ Nach der Weihnachtsfeier geht’s mitnichten in den Weihnachtsurlaub. „Nach dem Fest wird sieben Tage rund um die Uhr gearbeitet, bis zum 2. Januar“, erklärt Harisch. Am Eröffnungstag dann werden 40 Gäste ihre geräumigen Suiten beziehen. „Zu Beginn fahren wir mit halber Kapazität“, erläutert Harisch.

Die Gästezahl soll bis zum Sommer auf 80 steigen, später vielleicht sogar auf 100. Wenn alles läuft, will Harisch den bestehenden Lanserhof in Lans (Tirol) sanieren und die Gäste unterdessen ins neue Haus auf dem Steinberg bitten. „Wir haben die Renovierung immer wieder verschoben.“ 70 Angestellte hat der Lanserhof in Marienstein schon, 120 sollen es werden. „Wir stellen laufend ein“, erklärt Harisch. Das Ärzte- und Therapeutenteam stehe bereits und stimme sich auf die Zusammenarbeit ein. Nachdem es nun keinen Probebetrieb im neuen Gebäude gebe, berichtet Harisch, „behandeln sich unsere Mitarbeiter jetzt gegenseitig“.

Unterdessen wird auf der Baustelle mit Volldampf gearbeitet. Die Kräne sind verschwunden, die Arbeiten an der Fassade nähern sich dem Ende. Der Innenausbau gehe zügig voran, erklärt Harisch. Unterdessen haben schon Gäste ihren Aufenthalt im neuen Lanserhof gebucht. Am Zeitplan will Harisch keinesfalls rütteln, auch wenn die kommenden Wochen ziemlich hart werden.

Aufs Tempo gedrückt hatte der Tiroler von Anfang an. Nur kurz hatte ihn ein Bürgerbegehren gebremst. Beim Entscheid am 6. November 2011 stimmte die Mehrheit für den Bau. Den ersten Spatenstich setzte Harisch kurz darauf, am 14. November. Das Gesundheitshotel hat 70 Zimmer und Suiten, die allerhöchsten Ansprüchen genügen. Das Konzept folgt dem Erfolgsmodell Lanserhof in Lans. Die Gäste, oft gestresste Manager, entschleunigen und entschlacken unter der Obhut eines Ärzte- und Therapeutenteams. Glaubt man der Homepage des Lanserhofs Tegernsee, tun sie das dann „im modernsten Gesundheitszentrum Europas“.

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