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Im neuen Park: Direktor Marco Cattaneo zeigt die Anlage des Medical Parks Am Kirschbaumhügel.

Zwei Kliniken wachsen zusammen

Bad Wiessee - Der Medical Park Am Kirschbaumhügel startet in eine neue Ära: Die Fachklinik für Orthopädie in Bad Wiessee eröffnet am Montag nach mehrmonatigem Umbau. Bei dem blieb kein Stein auf dem anderen.

Im Park schütten die Handwerker Kies auf, im Haus stehen noch eingeschweißte Möbel, die letzten Lampen werden montiert. Noch gestern herrschte überall Baustelle, dabei kommen schon am Montag die ersten Patienten – nach siebeneinhalb Monaten Schließung. Trotzdem eröffnet der Medical Park am Kirschbaumhügel seine sanierte Fachklinik für Orthopädie ohne große Feier: Die soll laut Direktor Marco Cattaneo im Sommer folgen.

Die Medical Park AG ist größter Arbeitgeber in Bad Wiessee, wo die Klinikgruppe zwei Standorte besitzt: den Medical Park St. Hubertus mit drei Kliniken und 400 Mitarbeitern sowie den Medical Park Am Kirschbaumhügel mit zwei Kliniken und 120 Mitarbeitern. Zu letzterem gehören die Privatklinik für Kardiologie und Orthopädie ausschließlich für Privatpatienten sowie die Fachklinik für Orthopädie für gesetzlich Versicherte. Und mit der Wiedereröffnung der Fachklinik beginnt Am Kirschbaumhügel eine neue Ära. „Die beiden Kliniken haben ab Montag offiziell ihren neuen Namen“, sagt Cattaneo. Nicht nur das: Dann bildet das 19 000 Quadratmeter große Gelände mit seinen zwei Kliniken eine Einheit. „Es ging darum, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu haben.“ Dafür war eine umfangreiche Modernisierung im Gebiet an der Hirschberg-, Wallberg- und Driessenstraße nötig.

Der Umbau des Areals startete im Dezember 2010 mit der Sanierung der Privatklinik, die im März 2011 eröffnete. In der benachbarten Fachklinik legten die Arbeiter im Sommer 2011 los. Zunächst rissen sie das Haus Dohrn ab, um einen Park zu schaffen, der Privat- und Fachklinik verbindet. Ihn zieren Kräutergarten, Teich, Bachlauf, Gehwege und zwei Pavillons. Zudem hat der Medical Park neue Parkplätze gebaut, die Zufahrt über die Driessenstraße umgestaltet und die einstige Durchgangsstraße verkehrsberuhigt. Derweil folgte im Haus eine Kernsanierung: „Die Original-Bausubstanz geht noch auf 1925 zurück“, erklärt Cattaneo. Neu sind unter anderem ein Liegendaufzug, ein behindertengerechter Eingangsbereich, Restaurant und Küche, Fenster, Türen, Böden, Heizung und Beleuchtung. Obwohl alles raus musste: „Während der Schließung haben wir alle Mitarbeiter weiter beschäftigt, um dann mit bewährter Mannschaft weiter zu machen.“

Zum Eröffnungstag ist die Fachklinik mit 80 Zimmern laut Cattaneo zur Hälfte ausgelastet. Zum Vergleich: Die Privatklinik verfügt über 65 Zimmer, St. Hubertus über 397. Sonst aber ist der Direktor kein Mann der Zahlen: Über Umbaukosten und Patientenzahlen hält er sich bedeckt. „Die Fachklinik war auch vorher super belegt“, sagt er. Die meisten Patienten kommen aus der Region, aber auch aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland, vorwiegend aus Italien, USA, Russland, Großbritannien, Holland oder der Schweiz.

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