Realschule Gmund: "Wir können jetzt Pflöcke setzen"

Bad Wiessee - Die junge Realschule Gmund hat sich im allerersten Halbjahr nach der Gründung prächtig entwickelt. Der Aufbau, schwärmt Rektor Stefan Ambrosi, biete eine einzigartige Chance.

"Schule bauen", das hat für Ambrosi und sein Kollegium eine ganz handfeste Bedeutung. Neben der pädagogischen Aufbauarbeit sind die 17 Lehrer mit der Planung des Neubaus in Finsterwald beschäftigt.

Der Landkreis, freut sich Ambrosi, lasse der Schulleitung viel Freiraum. Das biete die Möglichkeit, das neue Haus optimal nach den Vorstellungen der Pädagogen zu gestalten. Aber es bedeute auch viel Verantwortung.

"Super spannend" sei die Mitwirkung an der Schulplanung, aber natürlich mit viel Arbeit verbunden, sagt Konrektor Tobias Schreiner. Er ist der Mann der ersten Stunde. Als verantwortlicher Lehrer hatte Schreiner den Pionier-Jahrgang am Wiesseer Standort betreut, damals noch als Zweigstelle der Holzkirchner Realschule. Erst mit der offiziellen Gründung im August bekam die Schule auch einen eigenen Rektor.

Inzwischen besteht die Realschule Gmund aus 178 Mädchen und Buben. Zwei siebte, zwei sechste und drei fünfte Klassen sind am Übergangsstandort Bad Wiessee im Schulhaus und in mobilen Klassenzimmern untergebracht. Im neuen Schuljahr kommen vermutlich wieder drei fünfte Klassen hinzu. Damit sie Platz haben, lässt der Landkreis in den Sommerferien fünf neue Elemente auf die bereits stehenden Container aufsetzen.

Von außen wirken die kahlen Quader wenig einladend, innen sind sie bestens ausgestattet. "Ich habe in meiner Schullaufbahn schon sehr viele Klassenzimmer erlebt, die weit schlechter waren", betont Rektor Ambrosi.

Eine ganze Schüler-Generation wird in dem Behelfsdomizil bis zum Abschluss bleiben. Im Jahr 2014, dem Jahr des Umzugs nach Finsterwald, treten in der Realschule Gmund erstmals Prüflinge zur Mittleren Reife an. Das Schulleben, so machen Ambrosi und Schreiner deutlich, entwickelt sich gut. "Es ist eine kleine Schule, an der man sich um die Schüler und Eltern gut kümmern kann."

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