Erster Einsatz im neuen Begleitboot: die Rottacher Jungwasserwachtler Marcus Clauß (l.) und Michi Zangenfeind. foto: kn

Rettungseinsatz schon bei der Probefahrt

Rottach-Egern - Eigentlich wollten die Rottacher Wasserwachtler am Sonntag ihr neues Begleitfahrzeug nur testen. Doch aus der Probefahrt wurde ein erster Einsatz.

Das neue, vom Notarztförderverein Schlierach-Leitzach finanzierte „Sit on Top“-Einsatzboot sollte am Sonntag erst einmal getestet werden. Als Michi Zangenfeind und Marcus Clauß gegen 13 Uhr auf Höhe der Rottacher Schweinebucht paddelten, war jedoch gleich ihr erster Einsatz gefragt: Zwei kleine Kinder hatten sich mit ihrem Schlauchboot zu weit auf den See hinaus gewagt und kamen nicht mehr ans Ufer zurück. Da sich das Boot schon im Fahrwasser der staatlichen Schifffahrt befand, nahmen die Jungwasserwachtler die Kinder ins Schlepptau und brachten sie zur Schweinebucht zurück. Überhaupt hatten die Wasserwachtler einen turbulenten Sonntag. Gegen 13 Uhr wurde die Rottacher Ortsgruppe als am schnellsten verfügbarer Rettungsdienst zum Bräustüberl gerufen: Eine 32-jährige Bedienung hatte eine Kreislaufkollaps erlitten und musste versorgt werden. Schlimmer erwischte es um 16.45 Uhr eine 35-jährige Münchnerin. Die Frau sprang im Rottacher Warmbad ins Nichtschwimmerbecken und zog sich dabei einen Oberschenkelhalsbruch und eine schlimme Schnittwunde zu. Wegen großer Schmerzen musste die Frau von einer Notärztin im Wasser erstversorgt und dann erst aus dem Becken gebracht werden. Weil alle nahe verfügbaren Sanitätsfahrzeuge am Sonntagnachmittag im Einsatz waren, musste erst ein BRK-Fahrzeug aus Fischbachau angefordert werden und die Münchnerin ins Krankenhaus nach Agatharied bringen.

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