Ausharren, bis Hilfe naht: Viele Statisten wirkten bei der Großübung mit.

300 Rettungskräfte bei Großübung am Tegernsee

Tegernsee - Dunkle Rauchschwaden und gellende Hilferufe auf dem See: Am Samstag gab es eine eindrucksvolle Großübung auf dem Tegernsee.

Angenommen wurde ein dramatischer Fall: Rund 100 Fahrgäste eines Passagierschiffs der Tegernseer Schifffahrt geraten in Not, als im Maschinenraum ein Feuer ausbricht. Rund 300 Rettungskräfte auf dem ganzen Oberland werden mobilisiert. Gegen 9 Uhr ist es soweit: Während erste Passagiere versuchen, sich durch einen Sprung ins neun Grad kalte Wasser zu retten, setzt der Kapitän zwei fingierte Notrufe ab.

Bilder von der Großübung am Tegernsee

Großübung am Tegernsee

Es dauert keine sieben Minuten, da sind die ersten Sirenen zu hören. Blaulicht auf Gut Kaltenbrunn, am Yachtclub in Bad Wiessee und auf den Straßen rund um den See. Dann, als um 9.15 Uhr die ersten Boote der Gmunde Wasserwacht und der Tegernseer DLRG auf der Bildfläche erscheinen, sind verwzeifelte Schreie der Statisten an Bord zu hören. Doch die Helfer bringen zunächst die im Wasser Treibenden in Sicherheit. Erst als das Feuer an Bord der MS Tegernsee gelöscht ist, werden auch von dort die Menschen evakuiert.

Die Verletzten werden entweder von den Rettungswagen ind Krankenhäuser gebracht oder am Yachtclub und an der Wiesseer Seepromenade in Zelten versorgt. Wie bei einem Uhrwerk greift ein Rädchen ins andere, die Rettungsorganisationen arbeiten Hand in Hand. "Um 9.30 Uhr waren die ersten Patienten im Zelt. um 10.30 Uhr waren alle von Bord", berichtet SEG-Leiter Fritz Dullinger. Gegen 12.30 Uhr war die Übung, organisiert vom Landratsamt Miesbach, zu Ende - zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Auch interessant

Kommentare