Rottacher Bio-Bauer kämpft um seinen Freilauf-Stall

Rottach-Egern - Seine elf Kühe sollen sich frei bewegen können. Also hat der Rottacher Bio-Landwirt Stefan Berghammer einen Freilauf-Stall gebaut. Doch der gefällt den Nachbarn nicht.

Berghammers Freilauf-Stall ist bisher noch der einzige im Tegernseer Tal. Doch das soll sich ändern. Laut einer neuen Verordnung sind Ställe, in denen sich die Tiere frei bewegen können, ab dem Jahr 2013 Pflicht. Berghammer gönnt seinen Kühen sogar extra viel Platz. „Weil sie Hörner haben“, sagt der Landwirt. Auch wenn wegen der Unfallgefahr gemeinhin die Empfehlung gilt, Kälbchen zu enthornen, lässt er seinem Vieh den natürlichen Kopfschmuck. Er ist davon überzeugt, dass Hornträger gesünder sind. Im Rottacher Gemeinderat war der Neubau des Landwirts aber nicht wegen des Wohlfühlfaktors für Kühe Thema. Vielmehr ging es um Beschwerden über die hellbraune Farbe des Holzbaus. Ärger gab es wegen des Laufstalls schon reichlich. Nachbarn wollten den Neubau verhindern. Doch die von der Gemeinde erteilte Genehmigung entspricht dem Baurecht. Berghammer selbst ist daran gelegen, in Frieden seine Arbeit zu tun. Sein Betrieb solle „klein, aber fein“ bleiben. Der neue Stall ist noch leer. Derzeit sind Berghammers Kühe angebunden, sie sollen aber in den umstrittenen Neubau umziehen. Berghammer plant einen Tag der offenen Tür im Januar. Und hofft auf viele interessierte Besucher.

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