Umstrittenes Projekt

Stadtrat gibt grünes Licht für den Millionen-Steg

Tegernsee – Nach dem Willen des Tegernseer Stadtrats können die ersten Pflöcke für den Bau des umstrittenen Seeuferstegs gesetzt werden: Am Dienstagabend votierten die Räte für das Millionen-Projekt.

Mit 11 zu 5 Stimmen votierte der Stadtrat bei seiner Sitzung am Dienstagabend für den Uferpfad zwischen Macke-Anlage und Länd. Eine Million Euro kostet der Bau der 200 Meter langen Strecke, die zum Teil über Land verläuft. Wo private Grundstücke und Gebäude sich bis zum Ufer erstrecken, verhilft eine Holzkonstruktion den Fußgängern zu einem Spazierweg am Wasser. Mit dem neuen Stegstück können Einheimische und Gäste vom Fischerstüberl bis zum Strandbad durchgehend am Ufer entlang flanieren. Das sind 1,4 Kilometer.

Im Stadtrat war das Projekt nicht unumstritten. „Das muss alles bezahlt werden. Es macht mich nicht glücklich, wenn dieser Stadtrat der nächsten Generation so viele Schulden hinterlässt", sagte Andreas Obermüller (FWG). Dagegen plädierte Bürgermeister Peter Janssen leidenschaftlich für den Stegbau. „Tegernsee ist so gut vorangekommen, nun fehlt nur noch dieses Stück. Lasst es uns jetzt machen."

Viele Zuhörer waren in den Sitzungssaal gekommen, um die Entscheidung mitzuverfolgen. Im Vorfeld war davon die Rede gewesen, dass möglicherweise ein Bürgerbegehren gegen den Steg initiiert werden soll.

Wird der Beschluss des Stadtrats akzeptiert, kann der Bau im Mai beginnen. Er wird etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Der Freistaat fördert die Maßnahme mit etwa 40 Prozent der Kosten.

Christina Jachert-Maier

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