Wie in einem Museum: Kuratorin Ursula-Maren Fitz hat das Alte Schalthaus durch Stellwände in mehrere Räume unterteilt. Die Besucher zeigten sich von Konzept und Werken begeistert. fotos: tp

Tegernseer Kunstausstellung überzeugt aufs Neue

Tegernsee - Einen Besucherrekord gab es am Freitagabend bei der Eröffnung der 63. Tegernseer Kunstausstellung. 75 Arbeiten sind ab sofort im Alten Schalthaus zu sehen.

Die Gäste der Eröffnung wurden nicht enttäuscht. Nicht nur, dass bei der 63. Auflage der Ausstellung tatsächlich neue und vor allem junge Künstler wie Azzle, Riccardo Milazzo, Florian Weingärtner und Michael Herden mit dabei sein und neue Aspekte in die Schau einbringen. Viele derjenigen, die seit Jahren in Tegernsee ausstellen, überraschten mit völlig neuen Arbeitstechniken oder einer Intensivierung des Ausdrucks ihrer Werke.

Aktualität in der Auseinandersetzung mit ihrer direkten Umwelt - das ist das verbindende Element, das die 75 Arbeiten der 32 Künstler prägt. Dass das Thema gut zur Geltung kommt, liegt am Ausstellungskonzept von Ursula-Maren Fitz. Die Kuratorin hat durch Stellwände einen Raum im Raum geschaffen. Dieser weist einen geradezu musealen Grundriss auf, so dass sich der Besucher durch die Aufteilung in vier Ausstellungsabschnitte einer jeweils überschaubaren Anzahl an Bildern und Objekten widmen kann. Direktes Tageslicht gibt es nicht, wodurch alle Kunstwerke - einheitlich von vorne beleuchtet - gleichermaßen gut zur Geltung kommen. Nicht die Inszenierung, sondern die Kunstwerke stehen im Vordergrund.

"Die Tegernseer Kunstausstellung kann sich mit vielen überregionalen Ausstellungen messen", meinte denn auch Bürgermeister Peter Janssen in seinem Grußwort. Es gelinge ihr immer wieder, der aktuellen Kunst einen passenden Rahmen zu geben. Janssen: "Jedes Jahr habe ich das Gefühl, die Ausstellung ist noch nie so gut gewesen."

Zu sehen sind die Werke im Alten Schalthaus täglich von 11 bis 18 Uhr. Die Ausstellung dauert noch bis 30. September.

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