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Für ein Großaufgebot an Rettern sorgte der Suizidversuch einer 71-Jährigen im Tegernsee. Die Frau entdeckten Jürgen und Elisabeth Lackner (3. und 4.v.r.) auf einer Bootsfahrt.

Urlauber retten 71-Jähriger das Leben

Tegernsee - Nicht einmal 24 Stunden nach dem Unglück in Rottach-Egern spielte sich am Donnerstag gegen 10.40 Uhr in Tegernsee die nächste dramatische Rettungsaktion im See ab: Eine 71-jährige Frau aus dem hessischen Friedberg wollte sich im Wasser das Leben nehmen.

Dass die Frau überlebte, dafür sorgten zwei Urlauber, die die Frau bei einer Bootsfahrt entdeckt hatten. Bei der Ausfahrt mit dem gemieteten Elektroboot sahen Jürgen Lackner (49) und seine Frau Elisabeth (46), Touristen aus Bergheim, mitten im See den regungslosen Körper einer Frau. „Wir sind erschrocken“, sagt Elisabeth Lackner unter Schock. „Sie lag auf dem Rücken und atmete.“ Doch die Frau reagierte nicht. Wie Anton Schwinghammer von der Polizei Bad Wiessee erklärt, trieb die 71-Jährige voll bekleidet einen bis eineinhalb Kilometer vom Ufer entfernt im See.

Um sie zu retten, sprang Elisabeth Lackner ins Wasser und hielt mit einem Rettungspolster aus dem Boot den Kopf der Frau über Wasser. Ihr Mann fuhr mit dem Boot zum Strandbad Tegernsee und benachrichtigte den Bademeister, der einen Notruf absetzte. Als erstes vor Ort waren sieben Wasserretter der DLRG Tegernsee, die die Frau aus dem See zogen und mit dem Rettungsboot am Strandbad absetze. Zwischen Alarm und Rettung lagen weniger als fünf Minuten. Ein Krankenwagen brachte die 71-Jährige ins Krankenhaus Agatharied. „Die Frau war im Sanka wieder ansprechbar“, sagt Martin Hauder, Leiter des BRK-Rettungsdienstes.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften säumte das Gelände: Neben der DLRG kamen die Feuerwehr Tegernsee mit 19 Mann und vier Wagen, 25 Personen der Wasserwacht Bad Wiessee und Rottach-Egern sowie der Schnelleinsatzgruppe des BRK plus die Polizei mit Boot.

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