Literatur in guten Händen: die Verlegerin Christiane Goetz-Weimer. foto: Thomas Plettenberg

Verlegerin lässt sich am Tegernsee nieder

Tegernsee - Christiane Goetz-Weimer ist mit ihrem Verlag an den Tegernsee gezogen. "Hier ist meine Denkstube", sagt die 50-Jährige.

Vor knapp zweieinhalb Jahren zog Goetz-Weimer von Berlin an den Tegernsee. "Die Schönheit der Landschaft hat mich umgehauen", sagt die ehemalige FAZ-Redakteurin und Mutter dreier Söhne. "In Sylt liegt Champagner in der Luft, am Tegernsee liegt Literatur in der Luft." Große Autoren wie Ludwig Ganghofer und Thomas Mann hätten hier ihre großen Werke verfasst.

2001 gründete Goetz-Weimer ihren Verlag in Potsdam. Heute hat er 50 Publikationen im Programm - Zeitschriften, Sachbücher über Politik, Historie und Wirtschaft sowie Belletristik. "Für einen Verlag ist es nicht einfach, Geld mit Bellestristik zu machen", sagt die 50-Jährige. Bei den Büchern trägt die Verlegerin das finanzielle Risiko, indem sie in Vorleistung geht. Das Stanbein des Verlages aber ist Corporate Publishing. Heißt: Der Unternehmensverlag produziert für Kunden nach einem konkreten Angebot zum festen Preis.

Im Ch. Goetz Verlag sind gut ein Dutzend Mitarbeiter beschäftigt - an drei Standorten. In der Münchner Maximilianstraße steht das Bürogebäude, in Nürnberg läuft die Produktion, die Ideen entstehen am Tegernsee. Verlegerin zu sein, heißt für Goetz-Weimer, sensibel auf Menschen zu reagieren - auf deren Interessen und Wünsche. Das Verlagsprojekt, das ihr selbst am meisten am Herzen liegt, heißt "Literatur to go". Kostenlose Hefte, die jungen Menschen klassische Literatur in moderner Form nahebringen. Solche literarischen Schätze zu heben, darin liegt für die 50-Jährige die verlegerische Kunst. "Ich freue mich über jedes verkaufte Buch, weil der Kunde damit sagt: Du hast ein schönes Produkt auf den Markt gebracht."

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