Wo ist der Wanderer (65)?

Wallberg: Suche nach Michael S. geht weiter

Immer noch vermisst: Michael S. ist am Wallberg verschwunden.

Rottach-Egern – Mit Unterstützung eines Hubschraubers haben auch am Mittwoch und am Donnerstag ein Großaufgebot von Polizei und Bergwacht am Wallberg nach dem seit Samstag vermissten Michael S. (65) gesucht.

Wie berichtet, hatte der Mann mit einer Reisegruppe aus Weilersbach in Oberfranken einen Bus-Ausflug zum Wallberg unternommen. Die Gruppe war mit der Bergbahn nach oben gefahren, Michael S. wollte dann aber zu Fuß ins Tal laufen, wo der Reisebus wartete. Der Mann kam jedoch nie unten an. Auch bis zum Redaktionsschluss am Donnerstag wurde er nicht gefunden.

„Wir haben immer noch keine Spur“, hieß es in der Einsatzzentrale der Bergwacht in Rottach-Egern. Erschwert wurde die Suche durch den immer wieder auftretenden Nebel, da die Sicht für die Retter teils nur wenige Meter betrug. Die Einsatzkräfte arbeiteten vielfach bis zur Erschöpfung.

Der Nebel könnte auch dem Vermissten beim Abstieg zum Verhängnis geworden sein. Inzwischen sind unzählige Rinnen und Graben am Wallberg untersucht worden, mit gleichzeitig bis zu 86 Einsatzkräften und sieben Suchhundestaffeln der Bergwachten Hochland und Chiemgau. Unterstützung kam auch von den Bergwachten Schliersee, Bad Tölz, Penzberg und Hausham.

Dabei kam das fliegende Suchsystem der Bergwacht zum Einsatz. Der kleine Elektrokopter, eine Art Drohne, machte detaillierte Aufnahmen der exponierten Stellen, die in der Einsatzleitung ausgewertet wurden. Zudem wurde mit tragbaren Infrarotkameras nach Wärmequellen gesucht.

Am Donnerstag herrschte bei strahlendem Sonnenschein beste Bedingungen für die Suche. Zahlreiche Bergwachtler durchkämmten am Feiertag das Gebiet, wieder ohne Erfolg. Die Suche nach Michael S. wird am Freitag fortgesetzt.

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