Die bestehende Wachstation am Strandbad neben der Seesauna steht am falschen Platz, zudem ist die Garage zu klein. Die DLRG umsiedeln. Foto: Thomas Plettenberg

Wasserretter zieht's an die Point

Tegernsee - Seit vielen Jahren sucht die DLRG Tegernsee einen neuen Standort für ihre Wachstation. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Die Wasserretter sollen auf der Point ankern.

Seit den 70er-Jahren wachen die Aktiven der DLRG von ihrer Station im Tegernseer Strandbad aus über das Treiben der Badegäste und Segler am See. Ab Mai an jedem Wochenende, bei jedem Wetter. Ein 35 Quadratmeter großer Wachraum, Toiletten, Büro und eine Garage stehen zur Verfügung. Dazu ein Boot, das im Sommer im Wasser ankert. Die Sache hat aber zwei Haken.

Problem Nummer eins: „Das Strandbad war früher beliebter Treff aller Tegernseer. Das ist heute anders“, stellt Ortsverbandsvorsitzender Georg Köstler (27) fest. Mit dem Bau der Seesauna habe sich der Treffpunkt der Einheimischen zur Point verlagert. Außerdem, glaubt Köstler, werde Monte Mare wegen des großen Andrangs über kurz oder lang Erweiterungspläne schmieden wollen, und da wäre die Wachstation vermutlich im Weg.

Problem Nummer zwei: Die bestehende Garage ist viel zu klein für das vor zwei Jahren nach den Richtlinien des Innenministeriums angeschaffte Rettungsboot der Schnelleinsatzgruppe (SEG). Diese zweite Rettungseinheit mit knapp 20 ganzjährig und rund um die Uhr erreichbaren Personen ist ebenfalls auf Ankersuche. Derzeit liegt deren Boot in einer Garage der Herzoglichen Brauerei im Trockenen und muss für Einsätze in den See befördert werden. Am sogenannten Homposplatz an der Max-Josef-Straße nahe der Schießstätte soll eine Doppelgarage mit aufgestocktem Schulungsraum entstehen.

Mit dem Standort Point für die Wachstation wäre die DLRG allerdings überglücklich. Vorgesehen ist, den bestehenden Kiosk entsprechend zu erweitern. Die Grobplanung soll bald auf dem Tisch liegen, dann geht’s an die Feinabstimmung. Ein Problem ist die Finanzierung. Knapp 500 000 Euro wird das Vorhaben kosten. 150 000 Euro kann die DLRG bisher selbst beisteuern. „Den Rest“, so Köstler, „müssen wir über Sponsoren auftreiben.“ Ob der Bau heuer noch verwirklicht wird? „Wäre schön“, sagt der Tegernseer.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare