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Bad Wiessee geht jetzt noch steiler

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Gemeinsam für den Ort: (v.l.) zweiter Vorsitzender Andreas Guillon, dritte Vorsitzende Isabella Moisl, Kassier Lisa Trinkl, Schriftführerin Sissi Mereis und erster Vorsitzender Michael Herrmann mit der Gründungsurkunde. © Thomas Plettenberg

Bad Wiessee - Der Zusammenhalt in der Bad Wiesser Dorffest-Fraktion ist auch nach der großen Party ungebrochen. Jetzt hat sich ein neugegründeter Verein das dauerhafte Engagement für die Gemeinde auf die Fahne geschrieben.

Das Bayern 3-Dorffest mit seinen 45 000 Besuchern hat Spuren hinterlassen in Bad Wiessee. Die vielen Fernseh-, Radio- und Zeitungsberichte haben einen Werbeeffekt für den Tegernsee geschaffen, der unvergleichlich ist. Doch was wirklich geblieben ist, sind nicht etwa ramponierte Wiesen oder verschmutzte Gehwege - sondern ein tiefer Zusammenhalt in der Gemeinde. Im Zuge der Dorffest-Bewerbung hat sich ein fester Kreis an Helfern herauskristallisiert, der sich zur verschworenen Gemeinschaft entwickelt hat. Aus der Gruppe ist nun ein Verein entstanden: der Mia gengan steil e.V. Frei nach dem Slogan zur Bewerbung „Wiessee - mia gengan steil!“

Zweck des neugegründeten Vereins ist es, die Gemeinschaft in Bad Wiessee aber auch im Tegernseer Tal weiter zu stärken. „Wir wollen, dass sich was bewegt“, erklärt Michael Herrmann, Geschäftsführer der Gemeinde und frisch gewählter erster Vorsitzender des Vereins. „Wir haben gesehen, was die Gruppe leisten kann.“ Nun soll der Tatendrang im Ort weiter befeuert werden. „Wir müssen die Euphorie vom Dorffest mitnehmen und schauen, dass nicht wieder alles auf Null fällt“, sagt Schriftführerin Sissi Mereis.

Geplant sind Konzerte oder Feste, von denen die Einwohner profitieren. Den Anfang macht am 13. Oktober der Auftritt von Stefan Dettl, der mit seinem „Summer of love“ die Dorffest-Hymne beigesteuert hat. Doch die Vereinsspitze, zu der noch Zweiter Vorsitzender Andreas Guillon, dritte Vorsitzende Isabella Moisl und Kassier Lisa Trinkl gehören, will mehr, als nur Partys zu veranstalten. „Das ist kein Gaudiverein“, betont Herrmann. Er könnte sich genauso gut vorstellen, einen Kinderfasching oder Seniorenabend zu organisieren. Es soll für alle Altersklasse etwas geboten werden. Für Mereis ist die Hauptsache, „dass sich bei uns was rührt“.

Mit dem erwirtschafteten Geld aus den künftigen Aktionen sollen zum Beispiel Familien unterstützt werden, für die das Schulmaterial ihrer Kinder zum Schulbeginn eine zu große Belastung darstellt.

Die Idee zur Vereinsgründung kam relativ bald auf. „Wir haben schon während der Dorffest-Bewerbung mit dem Gedanken gespielt“, erzählt Mereis. Als Körperschaft des privaten Rechts erleichtert der Status als eingetragener Verein auch rechtliche Belange. „Das ist zum Beispiel bei Haftungsfragen ein Vorteil“, erklärt Herrmann, der sich bei den Vorbereitungen zum Dorffest mit solchen Fragen intensiv beschäftigt hat.

Knapp 30 Mitglieder gehen bis jetzt gemeinsam „steil“. Herrmann hofft, dass es bald noch mehr werden. „Wir erstellen auch eine Homepage und eine eigene Gruppe bei Facebook. Jeder, der sich beteiligen möchte, ist willkommen.“ Zwar muss sich das ganze Vereins-Procedere noch einspielen und entwickeln, Stammtische sind laut Herrmann aber selbstverständlich geplant: „In unregelmäßigen Abständen, aber häufig.“

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