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Abstandshalter: Der vom Bauhof am Dienstag angebrachte Holzbalken sorgt dafür, dass die Wohnmobile mindestens einen Meter Abstand zum benachbarten Haus einhalten müssen. Dessen Besitzer versucht vor Gericht, die Auflösung des Stellplatzes durchzusetzen. Foto: tp

Wohnmobile sollen verschwinden

Bad Wiessee - Der Eigentümer eines neu gebauten Hauses will vor Gericht die Auflösung des Wohnmobil-Stellplatzes am Strandbad in Bad Wiessee durchsetzen. Der Bauausschuss des Gemeinderates hat dafür Verständnis.

Einmütig entschied der Bauausschuss, die Fläche als reinen Pkw-Parkplatz auszuweisen. Stehen bleiben dürfen die rollenden Häuser trotzdem - für eine Nacht.

„Das ist der falsche Platz für Wohnmobile“, urteilte Kurt Sareiter (CSU). Er erinnere an den im Februar 2012 gestellten Antrag von CSU-Gemeinderäten, die - vergeblich - die Auflösung des Stellplatzes mit Rücksicht auf die Anwohner gefordert hatten. Er könne deren Protest gut verstehen.

Auslöser der aktuellen Diskussion war die Klage eines Anwohners. Der Besitzer eines eben erst fertiggestellten Hauses verlangt das sofortige Aus für den Wohnmobilstellplatz. Der Versuch, das ad hoc durchzusetzen, ist gescheitert. Um sich für das Verfahren zu wappnen, empfahl Bauamtsleiter Helmut Köckeis, den Parkplatz als solchen zu widmen, auch für Wohnmobile.

Letzteres war aber nicht im Sinn des Gremiums. Zumal längst klar ist, dass der Platz im Zuge der Neubauten auf dem Jodschwefelbad-Gelände verschwinden soll. In der Debatte wurde klar: Je schneller die Wohnmobile aus dem Strandbad-Bereich verschwinden, desto besser. „Das ist zu einem Campingplatz geworden“, meinte Klaudia Martini (SPD. Beim täglichen Vorbeispazieren mit Hund stelle sie Folgendes fest: Die Wohnmobilisten machen es sich auf Stühlen vor ihren Gefährten gemütlich, essen an aufgestellten Tischen und fühlen sich so wohl, dass mancher länger bleibe als die erlaubten drei Nächte. Zudem beherrsche mancher die richtige Bedienung der Entsorgungstechnik nicht. „Es stinkt dort manchmal bestialisch“, erklärte Martini. Die Gemeinde müsse versuchen, den durch Wohnmobilführer bekannt gemachten Platz wieder zurückzuführen: „Das wird nicht einfach sein.“

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