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Autos kommen unter die Erde: Zwischen Hauptstraße und Rathaus soll die neue Tiefgarage entstehen. Wie viele der Parkplätze oberirdisch erhalten bleiben, ist offen.

Zufahrt über die Hauptstraße, Ausfahrt über Wittelsbacher Straße

110 unterirdische Parkplätze im Zentrum

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Mit einer Tiefgarage will die Gemeinde Neubiberg die Parksituation im Ortszentrum entspannen.  Mehrheitlich entschied sich der Gemeinderat für eine Variante mit 110 unterirdischen Stellplätzen.

Neubiberg – Die Mitte macht’s! Für das geplante Bürgerzentrum am Rathausplatz in Neubiberg mit Verwaltungsgebäude, Rathaus und einem modernisierten Haus für Weiterbildung braucht es dringend Parkflächen. Zumal das Zentrum und die Hauptstraße bereits jetzt schon unter enormem Parkdruck leiden.

Nach umfangreicher Diskussion hat sich der Gemeinderat nun auf ein Konzept für eine neue Tiefgarage verständig. Sie soll im Bereich zwischen Rathaus und Hauptstraße entstehen und Teil des Architektenwettbewerbs für das Gesamt-Ensemble werden. Drei Varianten standen für die Tiefgarage zur Auswahl. Mit einer Mehrheit von 13:8 Stimmen entschied sich der Rat für eine Variante mit 110 unterirdischen Parkplätzen. Sowohl die Mitarbeiter des Rathauses und des Hauses für Weiterbildung als auch deren Besucher und jene der Schule und Kindertagesstätte sollen dort Autos abstellen können. Zudem sollen Kundschaft und Patienten der Geschäfte und Arztpraxen im Zentrum die Garage nutzen können. Die Zufahrt soll über die Hauptstraße, die Ausfahrt über die Wittelsbacher Straße erfolgen. Kosten: voraussichtlich rund 3,2 Millionen Euro. Allerdings räumte die Gemeinde ein, dass die Kosten auch um bis zu 40 Prozent höher ausfallen können.

Die Entscheidung für die 110 Plätze ist den Räten nicht leicht gefallen. Zunächst schien diese mittlere Variante wenig attraktiv. Es zeichnete sich eher ein Votum für die kleine Ausführung mit 76 Plätzen oder eine große Lösung mit 140 Plätzen ab. Klar festgelegt hatte sich die CSU. Sie will die 30 Parkplätze am Maibaum zwischen Rathaus und Hauptstraße erhalten. Unterirdisch sollen nach ihrem Willen 76 Parkplätze entstehen. Rückenwind versprach sich die CSU von einer eigens durchgeführten Bürgerbefragung. „Essentielle Bedeutung“ maß Thomas Pardeller (CSU) den Parkplätzen zu. „Unersetzlich“ findet sie Partei-Kollege Hartmut Lilge.

Anders beurteilen Bürgermeister Günter Heyland und die Freien Wähler die Situation. Sie sprachen sich für die große Variante als „aktive Wirtschaftsförderung“ aus. Dafür sollte das Gros der Plätze oben wegfallen und einer attraktiveren Raumgestaltung Platz machen. Geteilter Meinung waren die Grünen. Kilian Körner sprach sich für die kleine Lösung mit zwei Ergänzungen aus. Es sollten auch genug Fahrrad-Abstellplätze und eine Art „Schleuse“ entstehen mit Verbindungen zur benachbarten Tiefgarage.

Andrea Bernatowicz votierte gegen eine große Lösung, „um nicht zusätzlichen Verkehr anzuziehen“. Der sei aber schon da, betonte der Bürgermeister. Die Mittellösung favorisierte die SPD. Die beiden anderen Varianten „sind schlicht zu klein oder zu groß“, sagte Tobias Heberlein. Man dürfe neben dem Anspruch auf zusätzliche Parkfläche vor allem die Kosten nicht aus dem Blick verlieren. Freie Wähler und SPD sorgten per Mehrheitsentscheid für die Mittellösung.

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