Die Stadtgeschichte rückt in den Mittelpunkt: Garching um 1910, Münchner Straße Richtung Norden. Repro: Förtsch/Archiv

1100 Jahre Garching: Stadt lässt sich Festjahr 450 000 Euro kosten

Garching - 70 Garchinger Vereine und Einrichtungen kommen am Montagabend, 29. September, zusammen, um ihr Programm für die 1100-Jahr-Feier der Stadt abzusprechen. Derweil hat der Hauptausschuss vier Projekte abgesegnet, die rund die Hälfte des 450 000-Euro-Budgets beanspruchen.

Geburtstagskinder müssen einen ausgeben - dieser Grundsatz gilt im Kleinen wie im Großen. Auch die Stadt Garching lässt nicht nicht lumpen, wenn es um ihr 1100-Jähriges geht: Ein Budget von 450 000 Euro hat der Stadtrat für die Jubiläumsfeier im kommenden Jahr beschlossen. Nun bekam der Hauptausschuss präsentiert, wofür der Festausschuss um Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) und Projektleiterin Karin Schrödel knapp die Hälfte des Geldes verplant hat.

Rund 75 000 Euro sind allein für den historischen Festzug veranschlagt, der unter dem Motto „Spuren der Garchinger Geschichte“ steht. Er wird am Sonntag, 5. Juli, einen Tag nach Beginn der Bürgerwoche, durch die Straßen der Stadt ziehen. „Der Umzug ist bei den Vereinen auf großes Interesse gestoßen“, berichtet Schrödel, die die Veranstaltung mit dem verkehrshistorischen Umzug zur U-Bahn-Eröffnung 2006 vergleicht. „Das wird so ähnlich aussehen - nur eben nicht auf Verkehr beschränkt.“

Zwei Tage vorher steigt im Festzelt ein Konzert mit einem renommierten Künstler, dessen Namen die Stadt noch nicht preisgeben will. Nur so viel: Die Veranstaltung am Freitagabend vor dem Bürgerwochenstart soll bis zu 2000 Gäste anziehen. Kostenpunkt: rund 50 000 Euro - wobei die Einnahmen durch Ticketverkäufe noch nicht eingerechnet sind.

Während des Straßenfestes vom 10. bis 12. Juli soll es außerdem eine Spielstadt für Kinder geben, ähnlich dem bekannten Mini-München. Im Jahr 2000 hat die Stadt Garching schon einmal eine solche Kinderwelt aufgebaut, in der die Jüngsten das Sagen haben. Die geschätzten Kosten für die Veranstaltung im Bürgerhaus liegen bei etwa 45 000 Euro.

Rund 42 000 Euro sind für das Theaterstück „Der weiße Wisent“ angesetzt. Autor des Schauspiels ist der in Garching lebende Dramatiker Wilfrid Grote, der darin die Stadthistorie mit einer märchenhaften Erzählung vermischen will. Geplant sind sechs Vorstellungen im Theater am Römerhof von Ende Juni bis Mitte Juli. Auch hier rechnet die Stadt noch mit Einnahmen aus dem Ticketverkauf.

Diese vier Veranstaltungen hat der Hauptausschuss einstimmig genehmigt. Auch darüber hinaus sei im Jubiläumsjahr viel geboten, sagt Schrödel. So folgen auf den offiziellen Festakt am 18. April ein Fest der Kulturen im Mai sowie die lange Nacht der Wissenschaft im Juni; und der Herbst stehe unter dem Motto „Spuren in die Zukunft legen“. Karin Schrödel sagt: „Jeden Monat wird es ein Highlight geben.“ ps

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