Hier macht das Toastbrot das Gesicht: Das Porträt von Albert Einstein entsteht dadurch, dass Toastbrot unterschiedlich stark geröstet wird. Foto: Feuerwehr Hochbrück

15000 Scheiben Toast bringen den Weltrekord

Garching - Feuer löschen. Leben retten. Das beherrschen die Aktiven der Feuerwehren in Garching und Hochbrück perfekt. Dass sie auch Spitze sind im Legen von Toast, steht 2012 im Guinessbuch der Rekorde. 15 000 Scheiben Weißbrot haben ihnen den Titel „Weltrekordhalter Toast- Mosaik" eingebracht.

Von Ilsabe Weinfurtner

Eigentlich ist es absurd: Wer muss schon wissen, ob sich mit Toastbrotscheiben das Gesicht von Albert Einstein kreieren lässt. Zumal die Idee nicht neu ist: In England haben sich bereits ein paar Verrückte gefunden und hatten Erfolg: Sie hielten den Weltrekord „Toast-Mosaik“ mit 9000 Scheiben. Bis, ja, bis 14 Helfer der Feuerwehr Hochbrück, zehn der Aktiven aus Garching und vier Männer der Feuerwehr Gernlinden (Landkreis Fürstenfeldbruck) anrückten, um ihnen den Rekord abzujagen. Ihr Motiv erklärt David Ward, Kommandant in Hochbrück: „Das ist mal was anderes als Feuer zu löschen.“

Die Regie bei diesem Abenteuer jenseits des Feuerwehr-Alltags führen die Mitarbeiter des TV-Magazins „Galileo“. Sie haben die Feuerwehren angesprochen. Sie sind es, die die Aktion mit der Kamera begleiten in einer Messehalle in Riem. Dort sind 32 Doppel-Toaster aufgestellt, unzählige Packungen mit dem leichten Brot liegen bereit. Und auf dem Boden ist eine rund 150 Quadratmeter große Folie aufgelegt. Auf ihr sind unzählige Felder eingezeichnet und mit Nummern versehen. Sie stehen für den Röstgrad des Toast: 1 für ungetoastet, 4 für dunkel geröstet. Zusammen ergeben diese Felder das Gesicht von Albert Einstein - wenn kein Fehler passiert.

Die Feuerwehrkameraden arbeiten emsig. Stunde um Stunde röstet die eine Hälfte von ihnen das Brot. Die andere legt es auf die Folie. Ziffer um Ziffer wird bedeckt. Moderator Jumbo Schreiner feuert die Toastbrot-Truppe an, treibt sie zur Höchstleistung.

Vier Stunden später ist es dann vollbracht: Um 18 Uhr liegen 15 000 Toastscheiben auf dem Boden. Die Augen sind modelliert, die Nase sitzt ordentlich. Und natürlich ist die heraushängende Zunge, die das Porträt weltberühmt gemacht hat, auf den Punkt genau nachgelegt. Kein Zweifel: Auf dem Boden liegt das Gesicht von Albert Einstein.

Präzessionsarbeit, findet der Prüfer des Guinessbuch. Er bewertet nicht nur, ob das Gesicht Einsteins überhaupt zu erkennen ist. Er schaut auch genau hin, ob die Größe der getoasteten Scheiben noch den Regeln entspricht. Das wichtigste aber: Er zählt die Toasts nach. Ergebnis: 15 000 haben die Feuerwehr-Aktiven verarbeitet. 6000 mehr als die Briten vor ihnen. Weltrekord also. Die weltbesten Toast-Moasik-Leger kommen nicht mehr aus England. Sie kommen aus Deutschland, aus Oberbayern.

Die neuen Weltrekordhalter jedenfalls sind zufrieden. Sie hatten eine Menge Spaß, bekamen eine Urkunde und am Ende gab es für alle eine Brotzeit. Apropos Brotzeit: Lebensmittel wurden für diese Aktion nicht vergeudet. Das Toastbrot sei bereits abgelaufen gewesen, sagt Kommandant David Ward, der den Weltrekord-Versuch mitorganisiert hatte. Außerdem wird Einstein wieder abgebaut. Die 15 000 Scheiben Brot werden eingesammelt und an hungrige Schweine verfüttert.

Sendetermin

Die Aktion ist am kommenden Sonntag, 6. November, auf ProSieben zu sehen. Sendebeginn ist um 19.10 Uhr.

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