230er soll weiter zum Forschungsgelände fahren

- Garching (an) - Dem neuen MVV-Regionalbuskonzept hat der Stadtrat Garching weitgehend zugestimmt. Die Stadt besteht jedoch darauf, dass der Bus 230 ab Ismaning auch in Zukunft bis zum Forschungsgelände fährt. Das neue Konzept ist wegen der verlängerten U 6 notwendig.<BR>

Als grundsätzlich ausgewogen und angemessen bezeichnete Bürgermeister Manfred Solbrig (SPD) das Konzept. Keine Kompromisse freilich, was die Erschließung des Forschungsgeländes betrifft. Weit über 10 000 Studenten, Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter, dazu an der Technischen Universität (TU) und den Instituten beschäftigte Forscher will die Stadt nicht im Stich lassen. Außerdem würde die gekappte Route Nachteile für die neuen Wohngebiete im Norden der Stadt bedeuten, von denen zumindest ein Teil auf den Regionalbus angewiesen ist, wie Solbrig unmissverständlich darlegte.<P>Nachdem der MVV in seiner ursprünglichen Version den Bus bis zum Forschungsgelände führen wollte, brachte der Landkreis die Alternativroute ins Gespräch. Der Zusätzlicher Aufwand ist vertretbar Kreis argumentiert mit Logistik: In der neu gestalteten "Zentralen Mitte" wäre kein Raum für Wendemanöver. Der 230-er müsste den ganzen Weg durch das Forschungsgelände, die Ludwig-Prantl-Straße und die B 11 zurück nehmen. Ein zusätzlicher Aufwand, den Garching aber für vertretbar hält.<P>Solbrig ermunterte den MVV, eigene Interessen zu berücksichtigen. Der Regionalbus würde seiner Ansicht nach erheblich an Attraktivität verlieren, wenn Fahrgäste etwa aus Ismaning in Garching am Maibaumplatz aussteigen müssten, um dann - "für nur eine Station!" - bis zu 15 Minuten auf die U 6 zum Forschungsgelände zu warten. "Das wäre kaum förderlich für die Akzeptanz der Linie." Die TU habe ebenfalls ein "ausdrückliches Interesse an der Anbindung des Forschungsgeländes" bekundet, sagte Solbrig.<P>Ähnlich angeschmiert wären die Bewohner aus dem Wohngebiet "Untere Strassäcker", die zunächst mit dem Stadtbus in die Innenstadt müssten, um mit der U-Bahn in Richtung Norden zu gelangen. Sollte die Kilometerleistung bei der Entscheidung dennoch den Ausschlag geben, forderte der Stadtrat den Landkreis auf, eine Zwischenfahrt beim 230-er wegfallen zu lassen, um Mehrkosten der zusätzlichen Schleife auszugleichen.<P>

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