Mit Kind und Kegel gingen manche Teilnehmer bei der ersten Blade-Night an den Start. Rund 1000 Besucher wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. foto: Robert Brouczek

4000 kleine Räder rollen durch Haching

Unterhaching - So rasant war Unterhaching noch nie auf den Beinen. Rund 500 Teilnehmer verzeichneten die Organisatoren bei der ersten Bladenight am Samstag.

Unterhaching - Während ab 17 Uhr auf dem Rathausplatz das Gewusel immer mehr zunahm, der Duft von Pommes frites und der unüberhörbare Spaß der kleineren Gäste auf den Hüpfburgen durch die Luft strich, schwitzte Karin Radl noch. Ein Jahr Planung lag hinter der Vorsitzenden der Fördervereins der Fasanenschule. Aus einer Idee war Wirklichkeit geworden, aus der erhofften Resonanz eine reale. Drei Stunden später rollte der erste Schwung Blader wieder auf den Rathausplatz. Da saß Karin Radl „glücklich und auch entspannt“ da: Alles perfekt gelaufen, Unterhaching ist um eine Attraktion reicher. Zum zehnten Geburtstag des Fördervereins wollte der Vorstand beim jährlichen Schul-Sommerfest „nicht wieder nur eine Bude beisteuern und rumsitzen“, sondern für die so oft geforderte Bewegung der Schüler sorgen. Die Idee fand schon im Vorfeld großen Anklang. Zu einem Inline-Kurs unter professioneller Leitung von Dima Danilkin meldeten sich an der eigenen Schule 80 Schüler und Eltern an. Auch die übrigen Schulen wurden zur Bladenight eingeladen - und kamen, wie der Andrang zeigte.

Rund 1000 Gäste feierten ein - übrigens komplett alkoholfreies - Sommerfest am Rathausplatz. Die Hälfte der Besucher machte sich dann kurz nach 19 Uhr auf den fünf Kilometer langen Kurs durch die Gemeinde. Nach der Rückkehr meldeten Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und die rund 30 mitrollenden Ordner von „Münchner Bladenight“, Bergwacht und eigenen Helfern: Alles gesund und wohlbehalten zurück.

Die Idee des Fördervereins hatte auch die Gemeinde von Beginn an unterstützt. „Ohne die wäre es gar nicht gegangen“, dankte Karin Radl Bürgermeister Wolfgang Panzer. Wolfgang Ziolkowski, Chef des Ordnungsamtes, war die Strecke auf Blades vorher sogar noch abgefahren und hatte kurzfristig beim Baubetriebshof kleinere Straßenreparaturen in Auftrag gegeben. Nur der Bürgermeister fing sich einen Rüffel ein: Er war bei der Bladenight zwar dabei, aber nur als Beifahrer im Polizeibus an der Spitze des Feldes.

Durch viele Sponsoren blieb beim Förderverein neben Erleichterung und Stolz auch ein Gewinn hängen, umzum Beispiel das Brotzeitprojekt für sozial schwache Kinder oder die Tanz AG zu unterstützen. Und der Plan: Unterhaching soll auch im kommenden Jahr rollen.

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