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Platz für viele weitere Schüler: Der Erweiterungsbau am Gymnasium Grünwald ist ein Baustein, um den steigenden Schülerzahlen im Landkreis zu begegnen.

4200 Gymnasiasten mehr bis 2032: 

Weitere Schulen dringend nötig

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Der Landkreis sucht nach Wegen, um die rasant steigenden Schülerzahlen in den Griff zu bekommen.

Landkreis – Nun will man gemeinsam mit den Kommunen und Zweckverbänden diskutieren, wie Gymnasien und Realschulen durch geplante Schulprojekte künftig entlastet werden können. Außerdem möchte man gemeinsam neue Schulen auf den Weg bringen. Das haben die Mitglieder des Schulausschusses des Kreistags einstimmig beschlossen. Landrat Christoph Göbel (CSU) sagte, man wolle aktiv werden und nicht in einigen Jahren „Schulen gehetzt aus dem Boden stampfen müssen“. Es ist eine fast aberwitzige Aufgabe, die dem Landkreis und seinen Kommunen bevorsteht: genügend Platz für immer mehr Schüler schaffen.

Wegen der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium rechnen Experten damit, dass die Zahl der Gymnasiasten bis 2026 um zehn Prozent steigt. Laut aktuellem Schulbedarfsplan und unter Berücksichtigung der neuen Gymnasien in Ismaning und Unterföhring kommen bis 2032 rund 4200 Gymnasiasten im Landkreis hinzu. Für die Realschulen rechnen die Planer mit einem Zuwachs von mindestens 1600 Schülern.

Sie weisen aber auch daraufhin, dass die Auswirkungen der Rückkehr zum G9 und des Zuzugs junger Familien in den Landkreis nicht abzuschätzen sind. Wie viele Schüler es tatsächlich in zehn bis 15 Jahren sein werden, weiß niemand. Und auch nicht, ob zum Beispiel ein neues (mögliches) Gymnasium in Sauerlach für den südlichen Landkreis reichen wird. Göbel sprach von „Szenarien, von denen wir nicht wissen, was passiert“.

Klar ist aber: Einige Schulen platzen schon jetzt aus allen Nähten, wie die Realschule in Aschheim oder das Gymnasium in Haar. Andere werden ihre Kapazitäten bald erschöpft haben.

Nun will der Landkreis möglichen Entlastungspotenzialen nachgehen. Inwiefern würde sich zum Beispiel ein Gymnasium in Feldkirchen auf die Einrichtungen in Haar und Kirchheim auswirken? Oder eine zusätzliches Gymnasium im Norden, etwa in Oberschleißheim, auf den Schulstandort Unterschleißheim?

Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) plädierte dafür, nach „individuellen Lösungen“ für jeden Schulstandort zu suchen. Auch Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland (FW) betonte, die Situation sei bei jeder Schule unterschiedlich.

Göbel sagte, man wolle sich zuerst gemeinsam mit Kommunen und Zweckverbänden ansehen, „was wir eigentlich brauchen und setzen es dann um“. Er mahnte zu „möglichst großen Pragamatismus“. Klar sei auch, dass der Freistaat wegen der Rückkehr zum G9 einiges an Geld bezuschussen müsse. „Da wird noch ein dickes Brett zu bohren sein.“

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