6000 drängen zum Schülertag

Garching - Wie fühlt sich eigentlich Studieren an? Das haben gestern Schüler ab der zehnten Klasse beim Schülerinformationstag an der TU München in Garching ausprobiert.

Wer gestern Vormittag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Richtung Garching Forschungszentrum unterwegs war, der musste sehen, dass er überhaupt noch in die U-Bahn kommt. Die U 6 war gerammelt voll. An die 6000 Schüler – Rekord – hatten sich auf den Weg gemacht zur Technischen Universität (TU), die über ihr Angebot an Studienfächern und die Zulassungsverfahren informierte.

Neben den Schnuppervorlesungen der Professoren und Erfahrungsberichten der Studenten hatte die TU speziell für die Elftklässler des G 8 ein Sonderprogramm erstellt: „Extra 11“. „Das Programm war in Richtung Berufsberatung ausgerichtet“, sagt TU-Pressesprecher Andreas Battenberg. Zusätzlich konnten die Schüler in Workshops einen Einblick in das Studium und die berufliche Tätigkeit des jeweiligen Fachs gewinnen. Besonders beliebt waren Laborführungen und Experimente zum Mitmachen. „Wer sich dort nicht schon früh einen Platz gesichert hat, der kam gar nicht mehr rein“, sagt der Münchner Karl Schmidt (18). Nicht nur er stand teilweise vor überfüllten Räumen – auch Ines Kerling (17) aus Germering.

So wie die Abiturientin nutzten viele Schüler den Tag, um die Auswahl der möglichen Studienfächer einzuschränken und damit „endlich mehr Klarheit über den zukünftigen Weg zu gewinnen“, sagt sie. „Denn bei mir wechselt die Wunschliste alle zwei Tage.“ Auch Andreas Battenberg weiß: „Für die Schüler ist es wichtig, einen Eindruck zu bekommen, wie es an einer Uni aussieht und ob man sich überhaupt in der Umgebung wohl fühlt.“

Dass die TU in Garching ansprechend ist, davon hat sich Karl Schmidt bereits überzeugt. „Ich hatte mich schon auf einen langweiligen Tag eingestellt. Aber ich muss sagen, es macht richtig Spaß.“ Obwohl er sich mit seiner Studienentscheidung noch Zeit lassen kann, weiß er durch den Schülertag bereits jetzt, welchen Studiengang er einschlagen möchte: „Chemie! Hier gibt es einfach die sensationellsten Experimente“, sagt er und lacht.

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