Schulbus stürzt Hang hinab: Zwei Kinder getötet - mehrere Kinder schwer verletzt 

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Autobahn stundenlang gesperrt

Volksmusiker auf A8 von zwei Autos überfahren - tot

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München - Drama auf der A8 bei Hofolding: Nach einem Unfall wurde in der Nacht zum Sonntag der Beifahrer eines Unfallwagens überfahren und getötet. Der Mann war aus dem Wrack geschleudert worden.

Seine Stücke bereicherten Adventskonzerte und Krippenspiele im Chiemgau und im Oberland. Doch Edwin „Edi“ K., Rentner und Hackbrettmusiker, komponierte nicht nur Alpenländisches, sondern seine Liebe galt auch der Klassik und dem Barock.

In der Nacht auf Sonntag wurde der 76-Jährige unter tragischen Umständen aus dem Leben gerissen, bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A8 nahe Hofoldinger Forst (Kreis München). Edwin K. und sein zwölf Jahre jüngerer Bruder befanden sich nach Informationen der „tz“ auf dem Nachhauseweg zu einem Weiler nahe Riedering am Simssee (Kreis Rosenheim). Die beiden hatten wohl eine Enkelin zum Flughafen München gebracht. Diese soll in Dänemark wohnen, dem Land, in dem Edwin K. einige Jahrzehnte seines Lebens verbracht hatte.

Es passierte um 2.05 Uhr. Noch immer ist es ein Rätsel, weshalb der VW Lupo der Brüder, den der Jüngere steuerte, auf einen vorausfahrenden Passat auffuhr. Danach kam der Kleinwagen ins Schlingern und kippte auf die Fahrerseite. Edwin K. war nicht angeschnallt, er stürzte deswegen zunächst auf seinen Bruder. Nun aber richtete sich der VW Lupo ruckartig wieder auf. Durch die Energie riss es den 76-Jährigen hoch: Er wurde durchs bereits zerborstene Fahrerfenster geschleudert und schlug mit großer Wucht auf dem Asphalt auf.

Bilder: Tödlicher Unfall auf der A8 bei Hofolding

Sein Körper lag auf dem mittleren Fahrstreifen. Da alles in wenigen Sekunden abgelaufen war, konnten ein nachfolgender Audi und dahinter ein Mitsubishi nicht rechtzeitig ausweichen. Die Autos überrollten den Musiker vom Simssee. Er war sofort tot. Ob er durchs Überrollen gestorben war oder durch Verletzungen infolge des Herausschleuderns, „ist nicht bekannt“, heißt es bei der Autobahnpolizei Holzkirchen. Edwins jüngerer Bruder erlitt lediglich leichte Verletzungen. Die Autobahn A8 war wegen des Unfalls bis um 8.30 Uhr gesperrt.

Dieses Unglück war am Wochenende jedoch nicht das einzige: Auf Bayerns Straßen sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Zudem wurden nach Angaben der Polizei mehr als 21 Menschen zum Teil schwer verletzt. Oftmals waren junge Autofahrer für die Unfälle verantwortlich. So verlor ein Fahranfänger am Freitagnachmittag zwischen Peißenberg und Weilheim in Oberbayern (Kreis Weilheim-Schongau) die Kontrolle über einen nicht auf ihn zugelassenen schweren Van und fuhr in den Gegenverkehr. Dabei kam eine 75 Jahre alte Frau aus Schwabsoien ums Leben. Der junge Mann, der just am Freitag 18. Geburtstag hatte, und sein gleichaltriger Beifahrer erlitten nur leichte Verletzungen. Ihr 17-jähriger Mitfahrer – alle aus Peiting – musste schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Murnau geflogen werden. Die Unfallstelle auf der Staatsstraße war bis 21 Uhr gesperrt. Neben Rettungsdiensten waren die Feuerwehren Peißenberg und Polling und die Straßenmeisterei vor Ort. Sachschaden: 19 000 Euro. Ein Gutachten soll die Unfallursache klären.

In Hohenpolding (Kreis Erding) verunglückte am Samstag ein 54-jähriger Motorradfahrer tödlich, als er versuchte, einen Lastwagen zu überholen.

mc/lby

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