Frontal zusammengestoßen

Horror-Unfall mit Geisterfahrer auf A99: Vier Tote in der Nacht - Identität der Opfer steht fest

  • Patricia Kania
    vonPatricia Kania
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Am Dienstagabend ereignete sich ein katastrophaler Unfall auf der A99 Höhe Hohenbrunn: Zwei Autos prallten frontal aufeinander. Alle Insassen starben.

  • Ein Verkehrsunfall mit vier Toten ereignete sich am Dienstagabend bei München.
  • Nach und nach kommen immer mehr Details zu dem tragischen Vorfall ans Licht.
  • Alkohol und Drogen waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht im Spiel.
  • Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

Update, 13.50 Uhr: Was spielte sich in der Zeit vor dem Unfall ab? Das wollen Polizei, Staatsanwaltschaft und Sachverständige nun herausfinden. Klar ist inzwischen, woher die Toten kommen. Bei dem Falschfahrer handelt es sich um einen 32-Jährigen aus Rumänien, sein 50-jähriger Begleiter war in Deutschland gemeldet. Am Steuer des anderen Autos saß ein 34-Jähriger aus dem Raum Gütersloh, sein 43 Jahre alter Beifahrer kam aus dem Kreis Soest, wie wa.de* berichtet.

Schwerer Unfall auf A99 bei München: Bisher keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen

Die vier Leichen werden nun obduziert. Hinweise, dass womöglich Alkohol oder Drogen im Spiel waren oder dass es medizinische Gründe für die Irrfahrt gab, lagen laut Polizei zunächst nicht vor. Unklar ist auch, wo der Falschfahrer auf die Autobahn aufgefahren ist und wie lange er schon in verkehrter Richtung unterwegs war, bevor er in das Auto des 34-Jährigen raste.

Update, 09.14 Uhr: Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord handelt es sich bei dem mutmaßlichen Geisterfahrer auf der A99 um einen 32-jährigen rumänischen Staatsbürger.

Geisterfahrer-Unfall auf A99: Polizei nennt Details zu Opfern

Bei seinem Beifahrer handelt es sich um einen 50-jährigen Rumänen, bei den beiden Opfern im Audi um einen 34-jährigen und einen 42-jährigen Deutschen. Der Unfallhergang ist völlig unklar, vor allem, wo der rumänische Fahrer auf die Autobahn gefahren ist. Kameraaufzeichnungen müssen jetzt ausgewertet werden, ein Unfallgutachter ist eingeschaltet worden. Der Einsatz für Polizei, Retter und Feuerwehr dauerte bis 3.45 Uhr. So lange war auch die Fahrbahn Richtung Salzburg gesperrt.

Schwerer Unfall auf A99 Höhe Hohenbrunn: Schlimmer Einsatz für Retter

Die Unfallstelle nach dem tödlichen Unfall auf der A99 Höhe Hohenbrunn.

Erstmeldung, Mittwoch (18. November), 05.05 Uhr: Hohenbrunn/A99 - Als der Verkehrsservice die Geisterfahrer-Meldung sendete, war der Unfall bereits geschehen. Die Autobahnpolizei Hohenbrunn erreichte die Geisterfahrer-Meldung um 21.39 Uhr. Sie bezog sich auf die A99 zwischen den Anschlussstellen Ottobrunn und Hohenbrunn.

Wenige Momente später erreichte die Polizei die Meldung über einen schweren Unfall bei Hohenbrunn. Doch für die vier Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Schwerer Unfall auf A99 bei München: Mann fährt mit VW Touran in falsche Richtung auf Autobahn

Unmittelbar an der Ausfahrt Hohenbrunn kam es auf der mittleren Fahrspur zum fatalen Frontalzusammenstoß zwischen einem Audi und einem VW Sharan. Die Insassen wurden in den völlig zertrümmerten Wracks eingeklemmt und mussten von den Feuerwehren Haar und Grasbrunn mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.

Die Unfallstelle nach dem tödlichen Unfall auf der A99 Höhe Hohenbrunn.

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Hohenbrunn war zuvor ein Geisterfahrer bei Hohenbrunn auf die A99 aufgefahren und nur kurze Zeit später mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert.

Unfall auf A99: Großeinsatz in der Nacht: Mehrere Hubschrauber und Notärzte

Reanimationsversuche durch mehrere Notärzte - auch Hubschrauber waren unterwegs - sowie RTW-Besatzungen verliefen erfolglos. Die Ersthelfer mussten vom KIT im Rettungsbus der Berufsfeuerwehr betreut werden.

Die Unfallstelle nach dem tödlichen Unfall auf der A99 Höhe Hohenbrunn.

Die A99 Richtung Salzburg blieb für mehrere Stunden während der Unfallaufnahme gesperrt. Die Gegenrichtung war ebenfalls gesperrt worden, um sicherzugehen, dass keine Beteiligten im Schock umherirren. Sie konnte nach rund einer Stunde wieder freigegeben werden. In den Wracks starben vier Personen.

Die Unfallstelle nach dem tödlichen Unfall auf der A99 Höhe Hohenbrunn.

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Rubriklistenbild: © Thomas Gaulke

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