Mit grünem Jackett und feuerwehrrotem Herzen zeigt sich Bürgermeister Jürgen Westenthanner (l.) bei der Hauptversammlung der Feuerwehr, in deren Rahmen er sich aus dem aktiven Dienst verabschiedet hat. Gefeiert wurde er von (v.l.) Tochter und Vorstandsmitglied Stephanie Westenthanner, Vorstand Josef Rauscher, dem Zweiten Bürgermeister Cornelius Braunewell, Tobias Bente, Gruppenführer und Löschmeister Michael Zech, Oberfeuerwehrmann Moritz Lochmann, Thomas Maranelli, dem stellvertretenden Kommandanten Harald Stoiber und dem Kommandanten Andreas Brandl. foto: fkn

Abschied in Grasgrün

Pullach - Das war nicht irgendeine Hauptversammlung. Für Pullachs Bürgermeister Jürgen Westenthanner war es die letzte als aktives Mitglied der Feuerwehr

Exakt 47 Jahre und einen Tag nach seinem Eintritt in die Pullacher Feuerwehr kam das Ende. Und als wollte er ein Zeichen des Abschieds setzen, erschien Pullachs Bürgermeister Jürgen Westenthanner bei der Hauptversammlung seiner Wehr in Grasgrün - und eben nicht Feuerrot. Nach fast einem halben Jahrhundert wurde der Ortschef aus Altersgründen in den Passivenstand versetzt.

Ein Schritt, der ihm nicht leicht gefallen sein wird. Denn ob als Maschinist und Gruppenführer in den 1980er Jahren oder als Zugführer seit Beginn des neuen Jahrtausends - Westenthanner war stets bei Einsätzen dabei und trug Verantwortung, selbst nach seiner Wahl zum Bürgermeister. Seine Kameraden ehrten ihn, der von 1992 bis heute das Amt des stellvertretenden Vorstands innehat, mit der Ehrenmitgliedschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Außerdem erhielt er die Goldene Münze der Gemeinde Pullach, ausnahmsweise überreicht von seinem Amts-Vertreter Cornelius Braunewell.

In ihren Berichten betonten sowohl Vorstand Josef Rauscher als auch Kommandant Andreas Brandl, dass die Belastung der Feuerwehrleute 2011 angestiegen war: So mussten sie 215 Einsätze bestreiten, 26 mehr als im Vorjahr. Außerdem hielten sie 104 Übungen ab. Die Verwaltung und Wartung von Fahrzeugen und Gerät mitgerechnet, investierten die 83 Aktiven 15 951 Stunden, pro Kopf also 236 Stunden. Erfreulich für die Floriansjünger: Ihre Zahl ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Mit Tassilo Graz, Patrizia Orthofer, Anna Rothammer, Ludwig Thierer, Philip Wimmer und Veronika Wolff haben sechs neue Mitglieder den Weg zur Jugendfeuerwehr gefunden. Kommandant Andreas Brandl verpflichtete die Neulinge per Handschlag. Im Übrigen konnten in den ersten Wochen des neuen Jahres mit Tobias Hürten und Steffen Zoschke zwei bereits fertig ausgebildete Feuerwehrmänner gewonnen werden.

Auch Ernennungen und weiter Ehrungen standen auf dem Plan. So wurden Moritz Lochmann zum Oberfeuerwehrmann befördert und Michael Zech als Gruppenführer und Löschmeister in die Führungsriege bei der Feuerwehr Pullach aufgenommen. Er wird sich weiterhin insbesondere um die Betreuung des Einsatzleitwagens und dessen Besatzung kümmern. Zum Zugführer und Brandmeister ernannte Kommandant Brandl Tobias Bente. Er hatte den hierfür notwendigen Lehrgang 2011 besucht. Für 20 Jahre aktiven Dienst ehrten die Kameraden schließlich Thomas Maranelli.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dr. Oliver Abbushi zum Versorgungsarzt für den Landkreis berufen 
Der Versorgungsarzt für den Landkreis steht fest. In ganz Bayern werden Ärzte berufen, die die ambulante Arztversorgung auch im aktuellen Katastrophenfall sicherstellen.
Dr. Oliver Abbushi zum Versorgungsarzt für den Landkreis berufen 
Coronavirus im Landkreis München: Versorgungsarzt steht fest - Acht Todesfälle
Das Coronavirus versetzt den Landkreis München in den Ausnahmezustand. Mittlerweile sind mehrere Menschen gestorben, viele sind infiziert. Alle Infos hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis München: Versorgungsarzt steht fest - Acht Todesfälle
Neue Kräfteverhältnisse im Gemeinderat: Wie geht‘s weiter mit dem Rathaus-Neubau?
Der Rathaus-Neubau war in Aschheim eines der Streitthemen in den vergangenen Jahren. Grüne und FW wollen das Thema zügig angehen. Droht ein Stopp?
Neue Kräfteverhältnisse im Gemeinderat: Wie geht‘s weiter mit dem Rathaus-Neubau?
„Ein schlimmes Gefühl“: Unterhachingerin (24) muss Hilfseinsatz auf den Philippinen abbrechen
Lena Thurnes (24) wollte auf den Philippinen mithelfen, eine Schule nach dem verheerenden Taifun von 2018 wieder aufzubauen. Jetzt ist sie früher als geplant wieder zu …
„Ein schlimmes Gefühl“: Unterhachingerin (24) muss Hilfseinsatz auf den Philippinen abbrechen

Kommentare