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Besuch von Bürgermeisterin Gabriele Müller gibt es beim Jubiläumsfest im Maria-Stadler-Haus in Haar. Heimleiter Klaus Stierstorfer moderiert das Fest.

Der Abschied ist ein Anfang

Seit 30 Jahren gibt es in Haar das Maria-Stadler-Haus. Ein Seniorenheim, das bald in neue Räume ziehen soll.

Haar– Ein letztes Mal hat das Team im Maria-Stadler-Haus in Haar einen runden Geburtstag der Einrichtung in der Salmdorfer Straße gefeiert.Denn der Umzug in das neue Haus im Jugendstilpark soll in zwei Jahren über die Bühne gehen.

Nichts ändern wird sich aber am Konzept, wonach der Mensch im Mittelpunkt steht. Im Jahr 1987 wurde das Seniorenheim, benannt nach der Grundstücksbesitzerin Maria Stadler, bezogen. Mitten im Ort, auf 1700 Quadratmetern, wohnen derzeit 99 Senioren auf drei Stockwerken in Wohngruppen in acht Appartements und überwiegend in Doppelzimmern.

Hans Wehrberger (SPD), vor 30 Jahren Bürgermeister der Gemeinde, erinnert sich gut an die beiden resoluten Gemeinderätinnen Theresia Heil (CSU) und Gerlinde Würfel (SPD), die den Anstoß gaben. „Ohne Theresia Heil würde das Haus nicht stehen. Jahrelang hat sie im Ehrenamt als Vorstand die Verantwortung für das Seniorenheim übernommen. Das ist eine außergewöhnliche Leistung.“ Heil ist sich sicher, „wir haben so eine Einrichtung gebraucht, deshalb habe ich mich eingesetzt“.

Die Haarer Bevölkerung hat Vorrang bei der Belegung der Plätze im Haus, das in Haarer Hand als eigener Wirtschaftsbetrieb familiär mit zeitgemäßer Pflege geführt wird. Viele Ehrenamtliche sind in die tägliche Arbeit eingebunden. „Mein Team mit 26 Helfern wird hier dringend gebraucht“, sagte Rosemarie Sure, die sich seit 30 Jahren mit ihren Mitstreitern „aus Nächstenliebe“ engagiert. Sie unterstützt die Senioren vor allem beim Essen, „jeder braucht hierfür unterschiedliche Zeit, die dem Pflegepersonal oft aufgrund pflegerischer Arbeiten fehlt“. Regelmäßig kommen zwar neue ehrenamtliche Helfer hinzu, „aber wir können jede Unterstützung gebrauchen.“

Seit drei Jahren ist Heimleiter Klaus Stierstorfer im Maria-Stadler-Haus, sein Motto lautet „Niemals nachlassen“. Die „Palliativ Care“ ist Baustein seiner Arbeit, die mit 80 000 Euro von der Haarer Bürgerstiftung und einer Privat-Spende des Unternehmens MSD finanziell unterstützt wird.

„Wir freuen uns besonders auf den Neubau. Denn der Anteil der Einzelzimmer ist hier zu gering, insgesamt werden mehr Seniorenplätze benötigt“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) beim Jubiläumsfest. 140 Plätze wird es an der Vockestraße geben, mit einem angeschlossenen Nebengebäude ‚Wohnen mit Service’. Stierstorfer sieht Bedarf für diese Plätze: „Wir haben eine Auslastung von 100 Prozent.“

90 Menschen sind im Maria-Stadler-Haus beschäftigt, die Hälfte davon in der Pflege. Schon jetzt, zwei Wochen vor dem Spatenstich am 25. August, ist Stierstorfer auf Hochtouren damit beschäftigt, sein pflegerisches Personal aufzustocken. Viele Helfer kommen aus den Balkan-Staaten. Wie Nadja Miljkovic Bajramovic, sie hat vor wenigen Tagen ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft mit Auszeichnung bestanden. Die 27-Jährige kommt aus Bosnien und hat dort bereits ein Studium zur Diplom-Sanitätsingenieurin abgeschlossen. Seit drei Jahren ist sie in Deutschland. „Eine Stelle habe ich sofort gefunden“, sagt sie. „Ein Glücksfall“, sagt Stierstorfer, der seine Auszubildende natürlich übernommen hat.

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