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Abschlussfeier an der Berglwaldschule: Aus Kindern sind Leute geworden

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Blumen, rote Luftballons in Herzform und ein bunt bemalte Tafel zeigen: Hier wird gefeiert und nicht mehr gelernt.  gefö
Blumen, rote Luftballons in Herzform und ein bunt bemalte Tafel zeigen: Hier wird gefeiert und nicht mehr gelernt. gefö

Oberschleißheim - Ein Jahr lang wurde hart gearbeitet und an diesem Abend dann viel gelacht: Die Oberschleißheimer Berglwaldschule verabschiedete 27 Schüler aus den neunten Klassen in ihr Leben nach der Schule.

Rektorin Heike Frenzel freute sich über einen ausgesprochen guten Jahrgang von 27 Schülern, die allesamt den Abschluss an der Mittelschule geschafft haben. 17 der 25 Neuntklässler traten mit Erfolg an beim Versuch, den qualifizierten Abschluss zu schaffen. Der Notendurchschnitt lag bei 3,05. Die Rektorin gratulierte den Jahrgangsbesten Merjem Deljkic, Lea Lukas und Niklas Thannhäuser. Zum Stand der Abschlussfeier hatten sechs Absolventen bereits einen Ausbildungsplatz gefunden und weitere acht haben sich entschieden, eine weiterführende Schule zu besuchen.

Heike Frenzel verglich die Schullaufbahn mit dem im Sommer nortwendigen Abkühlen im Wasser: „Ihr seid schon ein gutes Stück weit geschwommen und steht in einigen Wochen am Sprungbrett ins Berufsleben.“ Dort erwarte die jungen Erwachsenen dann das nächste Becken: Ihr müsst nur noch reinspringen und schwimmen. Lasst euch niemals entmutigen! Schwimmt weiter!“

Mit hohem Unterhaltungswert blickten die beiden Klassenlehrer auf dieses Schuljahr und den steinigen Weg zu den Prüfungen zurück. „Aus Schwätzgruppen und Banknachbarnpieksgruppen wurden Lerngruppen“, sagte Martin Rückert, „aus ‘War ich nicht - war schon so’ wurde ‘Ich habe einen Fehler gemacht’. Aus Kindern wurden Leute. Ihr habt es geschafft, mitten in der schwierigsten Lebensphase, der Pubertät, eine Prüfung zu schaffen.“ Diesen Prozess zu beobachten, sei das Schönste an seinem Beruf, sagte der Klassenlehrer der gebundenen Ganztagsklasse. Der Großteil der Schüler sei erwachsen geworden in diesem Schuljahr „und das macht mich stolz“. Er gratulierte den Schülern und wünschte ihnen vor allem Mut: „Wenn du dich einsperrst, nichts tust und nichts wagst, dann hast du auch umsonst gelebt.“ Sein Kollege Christian Merz betonte, dass der schulische Abschluss nur ein erster Schritt sei, „denn jetzt geht es erst richtig los“. Für die Zukunft seiner ehemaligen Schüler stimmt ihn auch zuversichtlich, wie einige von ihnen bei der Organisation der Klassenfahrt Verantwortung übernommen haben.

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