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Abschlussfeier an der Mittelschule: 33 mal ein "geschafft"

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33 mal ein „Geschafft“: Die Absolventen der Kirchheimer Mittelschule mit ihren Lehrern Julia Eiber und Rudolf Weber. Foto: SAB
33 mal ein „Geschafft“: Die Absolventen der Kirchheimer Mittelschule mit ihren Lehrern Julia Eiber und Rudolf Weber. Foto: SAB

Kirchheim - Im feierlichen Rahmen, mit Eltern und Freunden haben die 33 Neuntklässler der Mittelschule Kirchheim ihre Abschlusszeugnisse in Empfang genommen. Alle Prüflinge haben die Schullaufbahn erfolgreich beendet, 18 von ihnen zudem den „Quali" in der Tasche.

Jetzt heiße es zwar erst einmal „It’s all over now!“ „Aber bitte nehmt das nicht wortwörtlich“, mahnte Rektorin Ute Landthaler. Das Ende der Schullaufbahn sei zwar ein wichtiger und richtungsweisender Schritt, aber dennoch nur ein klitzekleiner Teil des Lebens. „Also hört das Lernen nicht auf“, appellierte Landthaler.

Für die Schritte in ein eigenständiges Leben gab sie den Absolventen drei wichtige Begriffe mit auf den Weg: Verantwortung, Respekt und Pünktlichkeit. „Einige haben hier noch Defizite und müssen an sich arbeiten. Aber das schafft Ihr.“

„Auch wir hoffen, den Weg gut zu meistern“, befand Schülersprecherin Denise Pasic. Nach Kindergarten, Grund- und Mittelschule hätten die Absolventen nun die wichtigsten Hürden genommen und mittlerweile auch erkannt, dass die Ziele von früher - Prinzessin, Sängerin oder Feuerwehrmann zu werden - sich sehr geändert haben. Über zwei Drittel haben bereits eine Lehrstelle, einige drücken auf weiterführenden Schulen wie dem M-Zweig oder „9 plus 2“ weiter die Schulbank und versuchen den qualifizierenden Abschluss im zweiten Anlauf.

Die beiden Klassenlehrer, Julia Eiber und Rudolf Weber hatten es nach eigenen Worten nicht immer leicht, trotzdem haftete dem Abschied ein Hauch von Wehmut an. Jedem ihrer Schüler gaben sie ein persönliches Geleit mit auf den Weg. Im Zuge der Abschiedsfeier durften sich auch zwei Schüler über hervorragende Leistungen freuen. Felix Aumiller verlässt die Mittelschule mit dem Schnitt von 1,8 als Bester vor Lili Georgieva, die eine glatte 2,0 stehen hat. Beide werden mit der Schule weitermachen und haben den M 10-Abschluss fest im Auge. Felix will Großhandels-Kaufmann werden, während Lili noch kein konkretes Ausbildungsziel hat. Sie kam erst vor zwei Jahren nach Deutschland, „zwar hatte ich in Bulgarien einen Sprach- Crash-Kurs, aber das war am Anfang sehr schwer“. In Bulgarien besuchte sie eine dem deutschen Gymnasium ähnliche Schule, konnte diesen Weg ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nicht fortsetzen. „Daher habe ich nun erst den Quali gemacht und im nächsten Jahr kommt die Mittlere Reife.“ Eine besondere Würdigung wurde auch Yves Bodi-Makaba zuteil, der vor zwei Jahren aus dem Kongo geflüchtet war und über die Übergangsklasse auf Anhieb den qualifizierten Abschluss schaffte. Er beginnt eine Friseur-Lehre.

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