Nächster Halt Mond? Die Teilnehmer des Weltraumlagers präsentieren eine selbstgebaute Rakete. foto: gefö

Abschlussfest im Weltraumlager

Unterschleißheim - Gleich zwei Mal hatten Vandalen die Hütten der Kinder in ihrem „Weltraumlager“ an der Hauptstraße in Unterschleißheim kaputtgemacht (wir berichteten). Doch die Teilnehmer der Ferienaktion des Spielmobils haben nicht aufgegeben: Sie fingen von vorne an und haben so erreicht, dass ihre Bauten pünktlich zu Abschlussfest fertig waren.

„Wir waren sauer und traurig, weil wir schon die ganze Arbeit gemacht hatten“, erzählt Leonie (10), und Stefanie Garhardus vom Spielmobil-Team bestätigt: „Wegen des Vandalismus waren wir eine Woche im Rückstand.“ Selbstverständlich seien die Kinder „zum Teil frustriert“ gewesen. „Aber wir haben ihnen gesagt: Wir unterstützen Euch.“ Das hat offenbar gefruchtet. Nele (10) sagt rückblickend: „Es war immer klar, dass wir weitermachen.“

Die Kinder setzten also dem Vandalismus eine wirkungsvolle und sehr soziale Waffe entgegen: „Alle haben zusammengeholfen“, erzählt Hanna (10). Der Zusammenhalt machte möglich, worauf die Kinder sich von Anfang an gefreut hatten: Ein fröhliches Weltraum-Camp mit Abschlussfest.

Zum Fest waren alle Hütten fertig, prächtig bemalt sowie dekoriert und glänzten mit toller Innenarchitektur. Ein bunter Flechtzaun umgab das Dorf, ein schickes Mobile mit Raketen und Ufos glänzte silbern in einem Baum, und eine große Rakete wartete auf den Countdown. Mit drei Gongschlägen startete das Fest. Auf einem Löffel balancierten die Kinder vorsichtig Planeten ins Ziel. Bälle wurden auf eine Wand geworfen - direkt in die hungrigen Münder der gemalten Außerirdischen. Sogar Raketen kamen zum Einsatz - hölzern, klein, auf Rollen und mit Schnur: Wer die Rakete am schnellsten aufgewickelt und zu sich herangezogen hatte, hatte gewonnen. Geschickt Sterne gesiebt und fix geschätzt, wie viele Murmeln im großen Glas sein könnten - dann war es Zeit für Obstspieße, Saft, gegrillte Stockbrote und Marshmallows.

Nach der Zerstörung des Weltraumlagers zu Beginn der Ferienaktion hatte ein Sicherheitsdienst verstärkt nach dem Rechten gesehen. Weitere Attacken blieben daraufhin aus. Isolde Kalinowski vom Amt für Soziales, Familie und Jugend der Stadt Unterschleißheim vermutet, dass die Vandalen Jugendliche waren, die nach Schuljahresende „Dampf abgelassen“ haben. Erwischt wurde niemand.

(mf)

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