Dem Abstieg folgt die nächste Krise

- Der FC Schweinfurt hat turbulente Wochen hinter sich

Schweinfurt - Gemeinsam sind sie vor wenigen Monaten aus der Zweiten Bundesliga abgestiegen - in der Regionalliga Süd gehen die SpVgg Unterhaching und der FC Schweinfurt 05 getrennte Wege: während die Hachinger nach turbulenten Wochen vor der Saison nun souverän die Tabelle anführen, läuft bei den "Schnüdeln" - wie die Schweinfurter liebevoll genannt werden - fast nichts mehr. Sechs Niederlagen in Folge, Abstiegsplatz, mit Djuradj Vasic den Trainer gefeuert, der kontinuierlich seit 1994 den damals abstiegsbedrohten Bayernligisten bis in die Zweite Liga führte, vereinsinterne Querelen und Rücktrittsdrohungen von Hauptsponsor Edgar Gleinser sowie Vizepräsident Manfred Göpfert, Pressesprecher Stefan Funk und Fußball-Abteilungsleiter Heinz Schröttle, die erst mit dem Rausschmiss von Marketing-Manager Jürgen Seyfert durch Präsident Gerhard Hertlein beendet wurden. Seyfert habe mit der vereinseigenen aber finanziell nicht wie erwartet erfolgreichen Marketing-Gesellschaft Sport-Media gezielt den Trainer Vasic demontiert und die berüchtigten Schweinfurter Schlachtenbummler gegen den Serben aufgebracht. Der Trainerwechsel sei "eine Entscheidung wider besseren Wissens" gewesen, meinte Edgar Gleinser.

So viel Verwirrung und Unruhe - wird bei den "Schnüdeln" überhaupt noch Fußball gespielt? Der erste Schritt unter dem neuen Trainer Hans-Jürgen Boysen, ehemaliger Profi beim Karlsruher SC, war nur ein kleiner Fortschritt - 1:2 bei Kickers Stuttgart, aber mit viel Engagement und Kampf von Seiten der "Schnüdel".

Ruhe im Verein, dafür wieder Siege auf dem Platz? Das wollen die Unterhachinger heute (19 Uhr) verhindern - und dabei werden sie auf die starken 05-Stürmer wie Thorsten Seufert oder Veselin Popovic achten müssen. Die in die Kritik geratene Abwehr der Schweinfurter um Libero Steffen Rögele soll Oliver Beer nach sechswöchiger Verletzungspause wieder verstärken.Daniel Löb

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