Sechs Meter hohe Lärmschutzwände fordert Unterföhring im Gemeindebereich. Grafik: fkn

Vor dem achtspurigen Ausbau der A-99: Unterföhring fordert Lärmschutz

Unterföhring - Die Autobahndirektion plant den achtspurigen Ausbau der A 99 zwischen dem Kreuz München-Nord und der Anschlussstelle Haar: Dieser Planungsabschnitt des Autobahnrings Ost ist exakt 18,7 Kilometer lang. Ab 2017 sollen die Baumaßnahmen im Gemeindebereich Unterföhring beginnen, und zwar auf Höhe der Isarbrücke.

Das hat Konsequenzen für die Anwohner: Sie bekommen mit dem achtspurigen Ausbau der Autobahn einen Anspruch auf Lärmschutz. Und das ist überfällig, denn de facto wird die vielbefahrene Autobahn schon jetzt achtspurig befahren, weil bei hohem Verkehrsaufkommen die Seitenstreifen freigegeben werden.

Um der Autobahndirektion Vogaben für die Planung geben zu können, hat der Gemeinderat in seiner März-Sitzung beschlossen, ein Fachbüro für Schallschutz zu beauftragen. Es soll prüfen, welche geeigneten Maßnahmen den bisherigen Lärmschutz ergänzen oder ersetzen sollen.

Schon 2011 hat die Gemeinde Forderungen gestellt: Flüsterasphalt, sechs Meter hohe Lärmschutzwände mindestens bis zur Brücke nördlich des Feringasees und schließlich auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Eine weitere Forderung wird gerade umgesetzt: die Verlegung der Anschlussstelle Aschheim/ Ismaning an die M3.

Die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten mit 2,5 Millionen Euro, diese Summe ist in den Finanzplan 2016 bereits eingestellt.

Werktags fahren schon jetzt 140 000 Kraftfahrzeuge im Nordabschnitt der A 99, für das Jahr 2020 liegt die Prognose bei 170 000 Kraftfahrzeugen auf acht Spuren.

Vorausschauend wurde schon in den siebziger Jahren beim Bau der A99 erkannt, dass die Fahrbahn langfristig auf acht Spuren erweitert werden muss. Der Mittelstreifen wurde mit sieben Metern breiter als üblich angelegt. Infolgedessen kann die Fahrbahnverbreiterung nahezu ausschließlich nach innen erfolgen. Die vier Streifen pro Richtung werden dann jeweils 19 Meter breit sein, meldet die Autobahndirektion. icb

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