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Die meisten Musiker gehören zur Pfarrei beim bairischen Adventssingen in Unterschleißheim.

Wie aus einer anderen Zeit

Adventssingen in St. Ulrich Unterschleißheim

Unterschleißheim – Wie lange sie das bayrische Adventskonzert in der alten St. Ulrich Kirche schon veranstalten, weiß Ernst Schmitter nicht mehr so genau. Genügend Jahre, um bei den Unterschleißheimern zur beliebten Tradition zu werden, sind es allemal. Und so kamen gut 150 Zuhörer in die kleine Kirche. Mehr gehen gar nicht rein.

Es war ein besinnlicher Adventsabend, mit alpenländischen Stücken und weihnachtlichen Texten, vorgetragen von Stephan Honal. Für die musikalische Adventsstimmung sorgten die Volksmusikgruppe Lohhof, der Blockflötenkreis und der Jugendchor St.Ulrich, sowie Ruth Biller und Bettina Scheid-Bornemann mit ihren Violinen. An der Orgel spielte Mathias Berthel.

In der alten kleinen St-Ulrich Kirche mutete die adventliche Stunde wie aus einer anderen Zeit an. Von Stephan Honal erfuhr man, warum dem Heiligen Nikolo zwei Feiertage und dem Heiligen Cassian nur ein Feiertag gewidmet wird. Während Cassian angesichts der Not eines Bauern um die Sauberkeit seines Mantels besorgt gewesen sei, habe der heilige Nicolo den seinen sogar entzwei gerissen, um ihn zu teilen. Dem lieben Gott hat das offenbar besser gefallen. 

Der Eintritt für das bayerische Adventskonzert war frei, aber Spenden waren erwünscht. „600 Euro haben wir eingenommen“, sagte Ernst Schmitter zufrieden. Und 150 Zuhörer seien eine sehr gute Resonanz. „Mehr gehen gar nicht rein“, sagte Schmitter, der Vorsitzende des Kirchenbau-Förderkreises St.Ulrich, nach dem Konzert im Gespräch mit dem Münchner Merkur.

1982 wurde der Kirchenbauverein St. Ulrich gegründet. Damals sei es noch um den Bau der neuen St. Ulrichs-Kirche gegangen. Als sie schließlich fertiggestellt war, habe man den Verein in den Kirchenbau-Förderkreis umgewandelt. „Denn Renovierungsarbeiten stehen immer mal an. Und auch für Anschaffungen braucht die Pfarrei immer mal wieder Geld“, sagt Schmitter.

Allerdings stehe derzeit nichts Besonderes an. „Wir wissen aber, dass jederzeit neue Anschaffungen im Raum stehen, daher freuen wir uns auch weiterhin über jede Spende“. Auch über die 600 Euro vom Bayerischen Adventskonzert.

Die meisten der musizierenden Gruppen gehören ohnehin der Pfarrei an. Sowohl die Blockflötengruppe, als auch der Jugendchor. Ebenso die beiden Violinistinnen, auch sie sind bereits seit Jahren in die Pfarrei eingebunden. Nur bei der Volksmusik Lohhof handelt es sich um ein unabhängiges Ensemble. Jutta Oesmann

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