"Älter sind wir, aber nicht müde"

- Haar - "Unsere beiden Vereine sind in der Gemeinde fest verwurzelt und bereichern viele Veranstaltungen", würdigte zweite Bürgermeisterin Gerlinde Würfel das Engagement der Blaskapelle Haar und der Böllerschützen Haar. Beiden Jubilaren wünschte Würfel, dass "sie immer Nachwuchs finden, damit die Traditionen weiter gepflegt werden."<BR>

<P>Das Böllerschießen pflegen die Böllerschützen Haar seit 30 Jahren und zwar "unfallfrei, was nicht selbstverständlich ist wegen des Umgangs mit dem Schwarzpulver", betonte Vorsitzender und Gründungsmitglied Leo Piecha beim Doppeljubiläum. Statt langer Worte zeigten die Schützen, was in ihnen steckt: Nachdem die Blaskapelle bereits beim festlichen Gottesdienst mit Pfarrer Hans Schweiger und beim Frühschoppen im Biergarten ihr Können bewies, hatten die Schützen ihren lautstarken Auftritt erst hinterher vor dem Bürgersaal. 50 Jahre Blaskapelle Haar, 30 Jahre Böllerschützen Haar - die lange Freundschaft der beiden Vereine spiegelte sich im Miteinander beim Doppeljubiläum wieder.<P>Die Jubel-Vereine hatten aber auch weitere Freunde eingeladen: So begrüßte die Blaskapelle die Soldatenkameradschaft Haar, den Trachtenverein Edelweiß Zorneding und die Trachtler D` Ammertalter Ottendichl. Die Böllerschützen freuten sich über den Besuch der Original Truderinger Böllerschützen, der Böllergruppe des Truderinger Trachtenvereins, des 1. Rudolstädter Vorderlader- und Böllervereins (Thüringen) und eine Fahnenabordnung der Schützenkompanie Taufers im Pusztatal (Süd-Tirol).<P>Mit Krügerln, Urkunden und Gedenktellern wurden sie für ihr Kommen belohnt und die Gäste revanchierten sich mit Schüssen und Plattler-Einlagen. Im vollen Biergarten fanden sich viele weitere Gratulanten ein, die Peter Ehemann (Vorsitzender der Blaskapelle Haar) bewusst nicht alle namentlich begrüßte. Vor allem bei den Gemeinderäten hielt er sich zurück, denn "ich hab` immer Angst, dass ich einen vergess`. Net dass dann heißt, die Blaskapelle wäre politisch angehaucht. Wir sind neutral und für alle da."<P>Tja, und fast gätte er tatsächlich einen vergessen: In letzter Sekunde holte er die Begrüßung des dritten Bürgermeisters Hans Stießberger nach. Während Leo Piecha, Vorsitzender der Böllerschützen, sein Grußwort kurz hielt, weil man über die Geschichte des Vereins "schon so viel in den Zeitungen gelesen hat", ließ der musikalische Leiter der Blaskapelle, Manfred Schimanski, die Vereinsgeschichte Revue passieren und erklärte zudem: "Ich bin jedem dankbar, der der Musik treu bleibt und denen, die uns unterstützen, wenn wir Verstärkung brauchen. Älter sind wir geworden, aber nicht müde, denn ein Musikerherz bleibt jung" (s. Kasten).mf<P>

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