Afghanen zahlen für Einschleusung 5000 Euro

Aying - Auf der Autobahn A 8 bei Aying endete für sechs Afghanen eine lange Reise.

Dort griffen am Mittwochvormittag Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Holzkirchen drei Männer (23, 25 und 31 Jahre) sowie drei Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren auf, die sich nach eigener Auskunft illegal nach Deutschland hatten einschleusen lassen.

Die Polizei kam den unerlaubt Eingereisten auf die Spur, weil sie von einem Taxifahrer aus dem Landkreis Rosenheim arlarmiert worden war. Dem Taxifahrer, der die sechs Afghanen von der Rastanlage Reischenhart an der Inntal-Autobahn (A 93) nach München hätte bringen sollen, waren die Umstände der Fahrt seltsam vorgekommen.

Nach ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei ließ ein bislang unbekannter Lkw-Fahrer die Afghanen an der Rastanlage aussteigen. Er hatte sie auf der Ladefläche mitgenommen. Das Sextett orderte prompt ein Taxi, um Richtung München weiterzukommen. Als die Polizei das Taxi bei Aying stoppte, konnte sich keiner der sechs Afghanen ausweisen. Sie hatten nach eigener Aussage pro Person 5000 Euro für den illegalen Transport nach Deutschland bezahlt. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen soll sich eine Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge um die nahezu mittellosen Afghanen kümmern. Gegen den unbekannten Lkw-Fahrer und mögliche Drahtzieher der Schleusung wurden Ermittlungen aufgenommen.

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