Agenda-Gruppe für Neubiberg

- Gründung geplant - Zuschuss gegen Stimmen der CSU genehmigt

Neubiberg - Pläne, in Neubiberg eine Lokale Agenda 21 zu installieren, hatte der Gemeinderat schon 1998. Doch kam die Bewegung, die in anderen Gemeinden seit vielen Jahren existiert, in Neubiberg bisher nicht recht in Schwung. Dies soll sich jetzt ändern. Geplant ist, eine Lokale Agendagruppe Ottobrunn-Neubiberg zu gründen. Wie die Umweltreferentin der Gemeinde, Barbara Linow, mitteilte, gebe es am Ort einen kleinen Kreis von vier bis fünf Neubibergern, die sich der Agenda in Ottobrunn angeschlossen haben und in Zukunft intensiver Projekte in Neubiberg realisieren wollen. Zu den Vorhaben gehören die Teilnahme der Gemeinde an der Bundesgartenschau 2005 in Riem, für die ein Radweg errichtet werden soll, und der Plan, in Neubiberg einen ökologischen Spielplatz zu bauen, wie er in Ottobrunn bereits existiert.

CSU zweifelt am lokalen Nutzen

Der Finanzausschuss hatte darüber zu entscheiden, ob die Wiederbelebung von der Gemeinde mit einer Finanzspritze unterstützt wird. Mit 6:3 stimmte der Ausschuss dafür, 2500 Euro beizusteuern. Die CSU-Fraktion stand diesem Zuschuss kritisch gegenüber. Hartmut Lilge wollte erst abwarten, wie sich das Projekt entwickelt. In der Vergangenheit haben sich die Aktivitäten auf Ottobrunn konzentriert. Ute Hirschfeld-Szeberenyi (Grüne/ÖDP) sieht in der Agenda-Gruppe die Chance, dass der Gemeinderat auf das Wissen der Mitglieder zurückgreifen kann, und hob den internationalen Charakter der Agenda 21-Bewegung hervor. "Das ist doch kein Bamperlverein!", meinte sie. Lilge stellt die Frage, ob denn in Neubiberg überhaupt eine Agenda nötig sei. Denn schließlich befindet sich der Kreis der Bürger, die dem Gemeinderat zuarbeiten, wie der Umweltbeirat, "bereits auf einem hohen Niveau". Die geplante Agendagruppe sei ein Arbeitskreis, dessen Engagement von anderen Gruppen bereits abgedeckt ist. Ottobrunn unterstützt ihre Agenda bisher mit 10 000 Euro. Für Daniel Reuter von der USU liegt daher die Vermutung nahe, "dass die Gemeinde Ottobrunn von der Agenda einen Nutzen hat".Michael Stiller

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