Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

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Die Führungsmannschaft mit allen Geehrten: (vorne v.l.) Lorenz Göpfert, Herbert Baumann junior, Andreas Schachtner, Bürgermeister Klaus Korneder, Vorsitzender Peter Voit und Kreisbrandmeister Andreas Murr; (zweite Reihe v.l.): Kommandant Markus Mende, Mathias Friesinger; (dritte Reihe v.l.) Andreas Spann, Marius Jakob, Andreas Wagner; (hinten v.l.) Johannes Göpfert, Nikolas Vietze und Thomas Friedinger.

Raus zum Unfall

Alarm unterbricht die Generalversammlung der Feuerwehr Harthausen

Harthausen - Der Einsatzalarm ertönte, als Vorsitzender Peter Voit gerade zum vierten Tagesordnungspunkt bei der Jahreshauptversammlung der Harthauser Feuerwehr übergehen wollte: Verkehrsunfall mit Hubschraubereinsatz auf der Staatsstraße 2079. Die Mannschaft rückte aus.

Zwei Verletzte hatte die Feuerwehr Harthausen zu versorgen bei dem Auffahrunfall an der Landkreisgrenze Richtung Oberpframmern. Nachdem ein Teil der Einsatzkräfte zurückgekehrt war und wieder genug Mitglieder für eine beschlussfähige Versammlung da waren, übernahm Kommandant Markus Mende das Wort. 

Er berichtete, dass die Feuerwehr Harthausen 2015 und mit 172 Einsätzen die höchste Einsatzzahl seit Bestehen der Wehr erreicht hat. Das bedeutete 6603 Arbeitsstunden. Den Löwenanteil machten 94 Einsätze der First Responder aus.

Dorf abgeschnitten von der Außenwelt

Während des Sturmtiefs Niklas am letzten Märztag wurde die Feuerwehr innerhalb von zwölf Stunden 32 mal um Hilfe gerufen. Ein Teil der Einsätze konnte erst am nächsten Tag abgearbeitet werden, da es zeitweise für die Einsatzkräfte zu gefährlich war und diese auf Eigensicherung achten mussten. Teilweise war Harthausen wegen umgestürzter Bäume von der Außenwelt abgeschnitten.

First Responder retten zwei Menschenleben

Die First Responder hob Mende besonders hervor. Es gebe keine Organisation, die flächendeckend besser aufgestellt sei als die Freiwilligen Feuerwehren. „Seit der Einführung im Februar 2006 wurden wir zu 807 medizinischen Notfällen gerufen. Bei Bedarf werden wir auch außerhalb des Gemeindegebietes alarmiert“, erklärte Mende. „Die positive Resonanz aus der Bevölkerung ist einfach überwältigend und hat unser Image stark verbessert.“ Im vergangenen Jahr hätten die First Responder mit ihrem schnellen Eingreifen noch vor dem Rettungsdienst zwei Menschen das Leben gerettet.

Ausrückzeit von 160 Sekunden  

Bei der Feuerwehr Harthausen betrage die Ausrückzeit des First Responders zwei Minuten und 40 Sekunden, von der Alarmierung bis zum Ausrücken. „Das kann sich ein Außenstehender nicht vorstellen. Du liegst im Bett, Anziehen, zum Gerätehaus, Umziehen, Fahrzeug besetzten, Einsatzzentrale melden. Dies alles in der kurzen Zeit“, sagte Mende.

Der Mitgliederstand betrug am Jahresende 53 Feuerwehrdienstleistende. Auf die Brandschutzerziehung wird in Harthausen großen Wert gelegt. Unterrichtet und eingewiesen wurden die Kinder vom Kinderhaus Harthausen, dem Spastikerzentrum München und auch Klassen der Grundschule Neukeferloh waren zu Gast im Feuerwehrgerätehaus.

Unbezahlbares Ehrenamt

Der Kommandant bedankte sich bei der Gemeinde Grasbrunn für die Unterstützung und bat Bürgermeister Klaus Korneder, dies auch dem Gemeinderat mitzuteilen. Er betonte, das Harthausen nicht unnützes Zeug bestelle, sondern nur Material, welches dringend benötigt werde. Korneder rühmte die Feuerwehr als „Fels in der Brandung“. Mende schloss mit dem Satz: „Das Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr ist nicht Arbeit, die nicht bezahlt wird, sondern Arbeit, die nicht bezahlt werden kann.

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