Gedrängel um den Nikolaus: Thomas Doll kam mit seinem Sack voller Süßigkeiten nur sehr langsam voran – der Heilige Mann wurde permanent von Kindern umringt. Foto: ak

Alle waren da, auch Straßlacher

Großdingharting - Ein Ortsteil versammelt sich auf dem Großdinghartinger Weihnachtsmarkt und stimmt sich auf Weihnachten ein

Großdingharting - Kinder flitzten mit Zuckerwatte umher zwischen den Buden und einem Karussell, die Erwachsenen standen in Grüppchen vor einem der Glühwein-Stände - oder hatten es sich im Feuerwehrhaus gemütlich gemacht an Biertischen bei Kaffee und Kuchen. An den Wänden die aufgerollten Schläuche.

Am Samstag war wieder Weihnachtsmarkt in Großdingharting. Und ganz Großdingharting, hatte man das Gefühl, war da. Nicht nur. „Ein paar Straßlacher“ machte Helga Wieser, Vorsitzende der Frauengemeinschaft, die auch heuer fleißig gebacken hatte im Vorfeld, auch aus unter den Besuchern. Sogar Münchner wurden gesichtet.

Dabei zeigte sich vor der hoch-idyllischen, von der alten Kirche und dem Weiher geprägten Kulisse ein weiteres Mal, dass heuer Engel, gefaltet aus Zeitungspapier, versehen mit Styropor-Köpfchen, der Renner sind unter den vielfältigen Weihnachtsbasteleien. Ansonsten im Angebot an den von den verschiedenen Ortsvereinen aufgebauten Buden: vor allem Essbares, gebrannte Mandeln, die Zuckerwatte, Wurstsemmeln.

Und drinnen, im Feuerwehrhaus, verkaufte Elisabeth Sellmaier wie alle heiligen Zeiten die handgestrickten Pullover, Mützen, Stirnbänder, Handschuhe und Schals aus Alpaka-Wolle, die ihre Schwiegermutter aus Peru bezieht. Und deren Erlös ohne Abzüge ins südamerikanische Land zwischen Anden und Meer zurückfließt. 20 Patenkinder, erzählte Elisabeth Sellmaier, unterstützt ihre Familie dort, seit 1991 schon. Mehrmals sind schon Besucher aus Peru in Großdingharting gewesen, viele schreiben regelmäßig.

Derweil berichtete Helga Wieser begeistert von dem tollen Kinderspielplatz im Ort, der mit dem Erlös der Weihnachtsmärkte in den vergangenen Jahren finanziert worden ist. Denn was jeweils verdient wird am Samstag vor dem dritten Advent in Dingharting, fließt ausnahmslos gemeinnützigen Zwecken zu. Erfunden hat die vorgezogene Weihnachtsfeier übrigens Bürgermeister Hans Sienerth vor gut fünf Jahren - der sich aus Straßlach ebenfalls hierher begeben hatte ins dichte Gedrängel vor der Feuerwehr.

Andrea Kästle

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