Fassade aus Lerchenholz: Der Garten bietet Spielgeräte und Schatten. Foto: FKN

Allianz baut Betriebskrippe für 48 Kinder

Unterföhring - Außen eine ansprechende Holzfassade, innen helle, große Räume, oben eine Dachterrasse mit Sonnensegel, die zum Spielen einlädt. Die Allianz-Versicherung hat in Unterföhring eine Krippe gebaut, und bietet 48 Mitarbeiterkindern eine Betreuung.

Berufstätige Eltern haben zu kämpfen, wenn sie einen Krippenplatz brauchen. Haben sie diesen gefunden, passen die Betriebszeiten oft nicht zu ihren Arbeitszeiten. Neben den Unternehmen ProSiebenMedia und Sky hat jetzt auch die Allianz AG ein Zeichen für junge Familien gesetzt. Im September wird die barrierefreie Betriebskrippe an der Dieselstraße eröffnet. Hier werden vier Gruppen für je zwölf Kinder zwischen null und drei Jahren eingerichtet. Auch die Allianz AG profitiert von der Betriebskrippe: Sie macht das Unternehmen attraktiver für Arbeitnehmer. Im Kampf um die besten Köpfe auf dem Arbeitsmarkt kann der Versicherer punkten.

Schwierigkeiten bereitet der Engpass auf dem Arbeitsmarkt, qualifizierte Erzieher sind schwer zu finden: „Wir werden im September erst einmal mit 24 Plätzen starten und dann kontinuierlich auf 48 Plätze erweitern“, sagt Allianz-Pressesprecher Ulrich Hartmann. Für die ersten 24 Kinder hat die Allianz in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Betreiber der Krippe Fachpersonal gefunden. „Wir hoffen, auch für die anderen beiden Gruppen Mitarbeiter zu finden“, sagt Ulrich. Mit der AWO kooperiert die Allianz auch schon in ihrer ersten Betriebskrippe in Schwabing.

„Ansprechend und sympathisch“ findet Bürgermeister Franz Schwarz das Gebäude mit Lerchenholzfassade, den ganz Kleinen werde „eine betriebliche Betreuung angeboten, die beispielhaft ist“, hebt der Bürgermeister hervor. Die Allianz erhält von der Gemeinde Unterföhring für den Krippenbau einen Investitionskostenzuschuss.

Für das 1000 Quadratmeter große Holz-Hybrid-Gebäude wurde hauptsächlich Holz verwendet, das mit weiteren Materialien kombiniert wurde. Auch auf ein nachhaltiges Energiekonzept hat die Allianz Wert gelegt. Die großen Fensterflächen sind nach Süden ausgerichtet, was sich für die Wärmegewinnung optimal auswirkt. Massive Deckenkonstruktionen mit hohen Speichermassen sorgen für ein angenehmes Raumklima. Bei der Wahl der Fenster und Leuchten wurde auf die Energieeffizienz geachtet.

Jede der vier Gruppen bekommt einen eigenen Gruppen- und Schlafraum. Im Zentrum des Gebäudes befindet sich ein Multifunktionsraum, in dem sich die Kinder aus allen Gruppen treffen können, um gemeinsam zu spielen und zu toben. Es gibt behindertengerechte Toiletten und Aufzüge, damit auch Kinder mit einer Behinderung integriert werden können. icb

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