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Fünf-Säulen-Angebot für alle 29 Kommunen

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Einweihung der neuen Büroräume mit (v.l.) Neubibergs Zweitem Bürgermeister Volker Buck, den Rathauschefs Thomas Loderer (Ottobrunn), Barbara Bogner (Sauerlach) und Wolfgang Panzer (Unterhaching), dem Ersten Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Landkreis München, Jürgen Hoerner, sowie Vize-Ländrätin Annette Ganssmüller-Maluche. © Vanessa Breunig

Die Alzheimer Gesellschaft Landkreis München bietet von Demenz betroffenen Menschen und Angehörigen Hilfe an.

Unterhaching - Mit rein ehrenamtlicher Arbeit hat die Alzheimer Gesellschaft vor rund drei Jahren angefangen. Aufgrund der wachsenden Aufgabenvielfalt sei das Angebot nicht mehr ausreichend gewesen, sagt der Erste Vorsitzende Jürgen Hoerner. Mit dem Antrag zur Erweiterung und Einstellung von Fachkräften ist er zum Kreistag gegangen. Das politische Gremium stimmte der Erweiterung in drei Sitzungen einstimmig zu. Die Bedingung sei allerdings gewesen, dass die Angebote auf den ganzen Landkreis München erweitern werden und nicht nur in dessen Süden gelten. „Ich bin froh darüber, dass der Kreistag uns finanziell unterstützt“, sagt Hoerner.

Die ehrenamtliche Arbeit wird also fortgesetzt, allerdings bekommt die Alzheimer Gesellschaft Hilfe von drei Fachkräften. Denn das Aufgabengebiet ist ja gewachsen, von bisher 17 auf nun 29 Kommunen mit 330 000 statt 163 000 Einwohnern.

Das Fünf-Säulen-Angebot der Alzheimer Gesellschaft wird nun in allen Kommunen des Landkreises angeboten. Die fünf Säulen sind: Beratung zu Fragen der Demenz; Betreuung für Menschen mit Demenz; Gesprächsrunden für Angehörige; Vorträge und Kurse; ambulant betreute Wohngemeinschaften.

 „Kranke und Angehörige können Kontakt zu uns aufnehmen und wir stellen dann unsere Dienste und unser Wissen zur Verfügung“, erklärt der Vorsitzende. Vize-Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche nannte in ihrer Rede Fakten: 26 Prozent der Bevölkerung sei über 60 Jahre – bis 2030 sollen es 36 Prozent sein. Auch die Einwohner werden älter. 9000 Einwohner des Landkreises München seien über 85 Jahre alt, für 2030 sind 20 000 prognostiziert. Im Landkreis München sind 4500 Menschen an Demenz erkrankt, bis 2030 soll die Zahle auf 7500 steigen. „Ohne die ehrenamtliche Arbeit wäre es nicht möglich, so ein Angebot zu garantieren“, sagte Ganssmüller-Maluche.

Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer sieht das Thema Demenz als „eine wichtige Angelegenheit“ an. Er lobte die Arbeit in seiner Gemeinde: „Es ist schon ein kleiner Baum gewachsen. Und aus dem kleinen Bäumchen soll eine große Eiche werden.“ Nach den offiziellen Reden sprachen die evangelische Pfarrerin Christiane Ballhorn und der katholische Pfarrer Stanislaw Grzsesik den ökumenischen Haussegen für die neuen Büroräume. Mit einem gemeinsamen Gebet wurde für die Gäste das Buffet eröffnet. Für die musikalische Unterstützung sorgte am Klavier Matthias Preißinger von der örtlichen Musikschule.

Vanessa Breunig

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