Angst vor einem Präzedenzfall

Pullach - Das gibt es nicht alle Tage: Der Pullacher Gemeinderat hat mit 11:7 Stimmen einen Beschluss des Bauausschusses „kassiert“.

Konkret ging es um eine Bauvoranfrage für einen t-förmigen Neubau mit flachem Pultdach an der Georg-Kalb-Straße/Ecke Promenadeweg in Großhesselohe.

Die Ratsmehrheit wollte nun wegen der Dachform keinen Bezugsfall. Daher muss nun die Verwaltung prüfen, ob für den Bereich die Vorgaben des Bebauungsplans geändert werden sollen. Im November 2009 hatte der Bauausschuss mit 8:2 Stimmen seine Zustimmung für ein begrüntes Pultdach mit Solar-Technik-Kollektoren in Aussicht gestellt. Zwar sei nach der Flurkarte mit Luftbild in der Umgebung kein Pultdach vorhanden. Doch an der Stelle könne das Bauvorhaben mit dieser Dachform per Befreiung zugelassen werden, hieß es damals großzügig.

Doch Baureferentin Simone Voit (FDP), ihre Co-Referentin Cornelia Zechmeister (CSU) sowie sechs weitere Ratsmitglieder bekamen „kalte Füße“. Das geplante Dach entspreche nicht der umliegenden Bebauung und dem Bebauungsplan. Eine Befreiung sei ein Präzedenzfall und öffne weiteren Vorhaben mit ähnlicher Dachform Tür und Tor.

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