Quillt über: die „Dog-Station“ an der Eschenstraße. Obwohl diese laut Bauhof zweimal pro Woche gellert wird.

Anwohner klagt

Valentinspark verkommt zum Hundeklo

Unterschleißheim - Der Morgenspaziergang durch den Valentinspark Unterschleißheim ist für Anwohner Albert Dullinger (64) nicht mehr erholsam. Wegen der überquellenden „Dog-Station" am Parkeingang Eschenstraße.

Was der Sauberkeit des Parks dienen sollte, mutiert zum Schandfleck der Umgebung, findet zumindest Dullinger. „Das stinkt doch zum Himmel, im wahrsten Sinne des Wortes.“ Über die frostigen

Temperaturen ist der Rentner mehr als dankbar. Wie es riecht, wenn es jetzt wärmer wird, will er sich gar nicht ausmalen. Mehrfach hat er sich in der Vergangenheit an die Stadtverwaltung gewandt.

Seit 26 Jahren lebt Dullinger in Unterschleißheim und kann sich noch genau an die Anfänge des Parks erinnern. Vom Englischen Garten für Unterschleißheim sei die Rede gewesen. Für Rentner Dullinger ist der Park „Unterschleißheims größtes Hundeklo“. In den ersten drei Januarwochen etwa habe niemand den Eimer geleert, sagt Dullinger. Zum Beweis hat der Rentner ein Foto gemacht vom Corpus Delicti: Dutzende Kotbeutel sammeln sich da auf und um den überquellenden Behälter herum.

Peter Kling vom Bauhof ist zuständig für die Entleerung der öffentlichen Abfalleimer. „Auch die 18 gemeindlichen Hundetoiletten fallen in unseren Aufgabenbereich.“ Dullingers Vorwürfe weist er zurück. „Am Dienstag und Donnerstag fahren wir unsere Runde, die Dog-Station an der Eschenstraße sparen wir dabei nicht aus“, sagt Kling. Bei Bedarf rücke die Truppe sogar häufiger aus. „Wenn das stimmen würde mit den drei Wochen, dann würde man von der Station nichts mehr sehen vor lauter Beuteln.“ Kling hält den Valentinspark generell für einen „sozialen Brennpunkt“, Vandalismus sei dort an der Tagesordnung.

Die ganze Geschichte samt Streit um die Leinenpflicht: Am Dienstag im Münchner Merkur, Ausgabe München-Land Nord.

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