Schwerer Unfall in Gmund - Rettungshubschrauber im Anflug - Einsatz läuft

Schwerer Unfall in Gmund - Rettungshubschrauber im Anflug - Einsatz läuft
Wohin die Fahrt geht, wissen viele Mitarbeiter von Airbus, wie hier in Ottobrunn, auch nach Bekanntgabe der Zahlen zum Stellenabbau immer noch nicht. foto: dpa

380 Arbeitsplätze fallen im Landkreis weg

Ottobrunn/Unterschleißheim - Die Zahlen werden konkreter. Die Airbus-Group - ehemals EADS - streicht insgesamt 5800, in Deutschland 2600 Stellen bis 2017. Seit gestern stehen nun auch die Zahlen für die einzelnen Standorte fest. In Unterschleißheim sollen 249 Jobs gestrichen werden, in Ottobrunn 131.

Die Airbus-Mitarbeiter in Ottobrunn und Unterschleißheim haben ein bisschen mehr Klarheit. Sie wissen nun, wie viele von ihnen ihren aktuellen Arbeitsplatz verlieren werden. In Ottobrunn sind es 131, in Unterschleißheim 249 - zudem sollen die dort verbleibenden 1400 Mitarbeiter nach Ottobrunn umziehen. Die Airbus-Mitarbeiter wissen allerdings nach wie vor nicht, welche konkreten Stellen vom Abbau betroffen sein werden. Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass darüber erst Klarheit herrschen kann, nachdem die Besprechungen mit dem Betriebsrat abgeschlossen sind. Man wisse schließlich noch gar nicht, wie viele und welche Mitarbeiter eventuell freiwillige Verkürzungs-Maßnahmen in Anspruch nehmen würden, beziehungsweise zu einem Standortwechsel innerhalb des Unternehmens bereit wären. Im ehemaligen Cassidian-Sitz in Unterschleißheim hat gestern eine Betriebsversammlung stattgefunden, in Ottobrunn soll das Anfang Februar geschehen.

Michael Bernhard, Betriebsrat bei Cassidian in Unterschleißheim, konnte gestern zwar bei der Betriebsversammlung nicht dabei sein. Er weiß aber genau, was in den Mitarbeitern vor sich gehen muss: „Für die Mitarbeiter geht die Unsicherheit nun weiter. Die befinden sich alle auf einer richtigen Geisterbahnfahrt, weil keiner von ihnen weiß, ob er nun betroffen ist oder nicht.“ Bis 2017 soll der Stellenabbau abgeschlossen sein. Bernhard glaubt, dass vorerst die standortrelevanten Jobs eingespart werden, wie Sicherheitsdienst oder Hausmeisterservice. „Auch diejenigen, die zu anderen Standorten wechseln, zählen zu den abgebauten Stellen, auch wenn sie ihren Job nicht verlieren“, erklärt der Betriebsrat. Dazu kommen auslaufende Arbeitsverträge oder mögliche Abfindungen, die der Konzern Mitarbeitern zahlen könnte, die im Gegenzug bereit sind, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Nach Bernhards Rechnung müsste man so auf die vorgesehenen 250 Stellen kommen. „Wenn nicht, bleiben dann ja nur betriebsbedingte Kündigungen, was ich natürlich nicht hoffe“, sagt der Betriebsrat. Von Anfang an hatte der Konzern Kündigungen nicht ausgeschlossen. „Wir schätzen, dass sich die Anzahl der Entlassungen in der gesamten Gruppe auf 1000 bis 1450 Stellen beläuft“, sagte ein Sprecher.

Die 131 zu streichenden Arbeitsplätze in Ottobrunn beziehen sich ausschließlich auf Mitarbeiter der Sparte „Airbus Defence and Space“, wie das Unternehmen bestätigt. Mitarbeiter des ebenfalls in Ottobrunn angesiedelten „Headquarters“ seien nicht betroffen. Noch härter trifft es den Standort Manching - dort sollen 1010 Stellen wegfallen.

pk/hor

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