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Museumstag

Hereinspaziert in die gute Stube

Arget  - Das Heimatmuseum in Arget ist eines von etwa 230 Ausstellungshäusern in Bayern, die sich am Sonntag am „39. Internationalen Museumstages“ beteiligen. Mit Kunstausstellung, traditionellem Handwerk und Brot aus dem historischen Backofen wirbt der Förderverein um die Gunst der Besucher.

Mit frischem Wind in den Segeln und Ideen im Gepäck hat der neue Vorstand der Heimatfreunde die Arbeit aufgenommen. Seit März hat Götz von Borries den Vorsitz. Der Rechtsanwalt und Gemeinderat löste damit den langjährigen Vereins-Chef Simon Kastenmüller ab (wie berichtet). Die jüngste Sitzung des Vorstands fand in der historischen Küche des Heimatmuseums statt. „In der guten Stube könnte man fast sagen“, lacht von Borries. 

Geheizt wurde im original erhaltenen Herd, der noch heute bei jedem Museumsfest wie dem Kartoffelsonntag Bestleistung bringt. Auf der großen Sitzecke fanden Vorstand wie auch Beirat Platz und feilten emsig an neuen Konzepten. Die sollen dem Gemeinderat bereits am 14. Juni in der nächsten Sitzung vorgestellt werden. Auch, ob und inwieweit es innerhalb des Gebäudes eine Hausmeisterwohnung geben könnte, soll dem Gremium dargelegt werden. „Mehr kann ich darüber nicht verraten“, sagt der neue Museums-Chef. So viel aber denn doch: „Wir werden vermehrt an unsere Schule und die Kindergärten herantreten, um das Museum dort bekannter zu machen“, sagt von Borries. Auch mehr Konzerte soll es geben, etwa wie das der Musikschule Sauerlach-Brunnthal am 17. Juli. „Wir wollen den Pfarrhof mit neuem Leben füllen“, so der Vorsitzende. Seit 1989 gibt es den Förderverein, 130 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich. Der Erhalt des schmucken Museums ist eine ständige Herausforderung. „Heizung, Putz, Außenanstrich und das Herrichten der Toiletten sind wohl die nächsten Aufgaben“, fasst von Borries zusammen. 

Der Zahn der Zeit nagt an vielen Ecken und Kanten. Eigner des Ensembles an der Holzkirchner Straße, dem ehemaligen Pfarrhof von 1682, ist die Gemeinde. Dazu gehören ein Getreidespeicher, der Troadkasten von 1667 und ein Bundwerkstadel (1855). Der Eintritt ins Heimatmuseum ist frei. Öffnungszeit: 13 bis 17 Uhr. Kathrin Kohnke

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